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    Wincor Nixdorf will absoluter Spitzenreiter auf dem russischen Markt werden

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    MOSKAU, 01. November (Eugenija Tomilowa, RIA Novosti). Der deutsche Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf will auf dem russischen Markt zum absoluten Spitzenreiter werden.

    Das erklärte Johann Isaak, Generaldirektor von Wincor Nixdorf Russia, auf einer Pressekonferenz am 30. Oktober zur Eröffnung der Tochtergesellschaft des Unternehmens in Russland.

    Laut Statistiken sind heute unter den 20 größten russischen Banken elf Banken Kunden von Wincor Nixdorf. Nach dem Umfang der Geldautomatenlieferungen stieg der spezifische Anteil dieses Unternehmens auf dem russischen Markt im Zeitraum von 2001 bis 2006 von zwölf auf 30 Prozent an.

    Wincor Nixdorf arbeitet auf dem russischen Markt schon seit zehn Jahren. Isaak hob hervor, dass er 1997 nicht voraussagen konnte, wie sich die Ereignisse entwickeln würden. Aber heute sei er voller Optimismus. Wie er sagte, will das Unternehmen ernsthaft und lange auf dem russischen Markt arbeiten. Der russische Markt befände sich erst im Anfangsstadium seiner Entwicklung und biete deshalb ideale Möglichkeiten, Neues und Modernes zu erproben.

    Der Sektor der Bankleistungen in Russland erlebt einen Boom. Bankniederlassungen schießen wie Pilze aus dem Boden. Aber Russland steht bislang den europäischen Ländern bei der Nutzung der IT-Banktechnologien nach. Auf eine Million Einwohner kommen 256 Geldautomaten und 456 elektronische Kassenapparate, während in Westeuropa diese Zahlen bei 736 beziehungsweise 5000 liegen.

    Aber das Unternehmen hat nicht die Absicht, einen Produktionsbetrieb in Russland zu eröffnen. Dabei gaben seine Vertreter der RIA Novosti zu verstehen, dass sie darauf aus seien, über die Wirtschaftszentren in Russland hinauszugehen. Als Zentren gelten Moskau und Sankt Petersburg. Im Moskau gibt es etwa 3000 deutsche Firmen.

    Eckard Heidloff, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Wincor Nixdorf, gab zu, dass für die Erschließung von Regionen eine andere Strategie notwendig sei, die es vorläufig noch nicht gebe.

    Laut dem Bericht des Verbandes der deutschen Wirtschaft für 2006 liegen deutsche Unternehmen bei der Erschließung der russischen Provinz in Führung. Solche Mittelstandsunternehmen wie Hochland, Erismann, Knauf, VEKA, Rehau, Schattdecor, Freudeberg, Erhmann und Class eröffneten schon ihre Eigenproduktion in Russland und gehen allmählich in die Regionen.

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