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    Abramowitschs Comeback in Russland - "Iswestija"

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    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Die Investitionsgesellschaft Millhouse will für 400 Millionen Dollar zwei zusätzliche Aktienemissionen des britisch-kanadischen Goldförderers Highland Gold Mining kaufen.

    Das berichtet die Moskauer Tageszeitung „Iswestija" vom Mittwoch.

    Auf diese Weise bekommt das Unternehmen, das die Aktiva des Gouverneurs des Autonomen Bezirks der Tschuktschen, Roman Abramowitsch, verwaltet, 40 Prozent der Aktien des viertgrößten Goldgewinners in Russland.

    Abramowitsch sammelt erneut Aktiva. Dabei verkaufte er erst vor zwei Jahren endgültig alles, darunter auch die Goldminen, die jetzt im Besitz von Highland sind.

    Alles begann 2001 mit dem Verkauf der Aktien des russischen TV-Senders "Erster Kanal" (damals ORT). 2002 wurden der Goldförderer "Mnogowerschinnoje" und die Vorkommen "Darassun" und "Nowoschirokoje" verkauft, und zwar an Highland Mining, deren Mitinhaber Abramowitsch nun werden will. 2003 wurden die Aktienpakete von Sibneft und Aeroflot verkauft. In der Zeit kaufte Oleg Deripaska Abramowitschs Anteile an Rusal und an mehreren Energieunternehmen. Gekrönt wurde die Aktion 2005 durch den endgültigen Verkauf von Sibneft an Gasprom für 13 Milliarden Dollar.

    Geschäfte in Russland schienen Abramowitsch nicht mehr zu interessieren. Das einzige, was ihn noch mit der Heimat verband, war das Gouverneursamt und der Sponsorenvertrag mit dem Fußballclub ZSKA Moskau. Abramowitsch versuchte, diese beiden Verpflichtungen loszuwerden, doch ohne Erfolg. Nun hat sich alles binnen zwei Jahren verändert. Abramowitsch ist wieder auf die russischen Märkte zurückgekehrt. Anfangs interessierte er sich für die Hüttenindustrie. Jetzt gilt seine Aufmerksamkeit auch den Goldförderern.

    Highland rechnet ihrerseits damit, an der Ausschreibung um das größte Goldvorkommen in Russland, Suchoi Log, teilzunehmen. Doch nach den neuen russischen Gesetzen ist der Zugang ausländischer Investoren zu den strategischen Branchen streng begrenzt. Deshalb braucht die Gesellschaft einen Großpartner mit russischen Wurzeln.

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