16:46 18 August 2017
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    Finnland warnt vor Umweltrisiken beim Bau der Ostsee-Pipeline

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    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Finnland sieht die russisch-deutsche Ostsee-Pipeline (Nord Stream) nicht von politischen, sondern von ökologischen Problemen behaftet.

    Die Umweltrisiken, die sich aus diesem Bauprojekt ergeben, seien für Finnland von großer Bedeutung, sagte der finnische Botschafter, Harri Helenius, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Der Projektbetreiber Nord Stream schätze derzeit die Umweltrisiken des Projektes ab, sagte Helenius. Nachdem die Ergebnisse der Studie bekannt geworden sind, würde Finnland über den Bau der Gasleitung in seinen Wirtschaftsgewässern entscheiden.

    "Europa braucht die Ostsee-Pipeline und das russische Gas. Auch Russland will sein Erdgas nach Europa exportieren. Wir in Finnland haben dafür Verständnis", sagte der Botschafter. Dennoch wolle sich Finnland in dieses Projekt nicht einbinden.

    Die Ostsee-Pipeline soll von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden. Die neue Rohrleitung, die durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führen soll, wird Direktlieferungen von russischem Erdgas nach Westeuropa ermöglichen.

    Der erste 1200 Kilometer lange Strang mit einer Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmeter soll 2010 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges soll die Durchlasskapazität ab 2012 auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigen.

    Der Projektbetreiber Nord Stream gehört dem russischen Konzern Gasprom (51 Prozent) sowie den deutschen Unternehmen BASF und E.ON und dem niederländischen Gasversorger Gasunie. Das Projekt der Pipeline stieß in Polen und den baltischen Ländern auf scharfe Kritik, da sie mit den bestehenden Pipelines konkurriert, für die diese Staaten Transitgebühren kassieren.

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