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    GM startet Bieterrennen um Russlands größten Pkw-Produzenten Awtowas

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    LONDON, 05. Dezember (RIA Novosti). Der führende US-Autobauer General Motors (GM) plant den Einstieg bei Russlands größtem Pkw-Hersteller Awtowas (Lada).

    GM wolle einen "bedeutenden" Anteil an Awtowas übernehmen, teilte ein Konzernsprecher RIA Novosti am Mittwoch telefonisch aus Ungarn mit. Das Angebot sei zeitlich unbegrenzt. Angaben zur Höhe des Pakets machte er aber nicht. "Wir haben ein großes Geschäft in Russland. Die russische Wirtschaft wächst in hohem Tempo. Das hier ist ein überaus aussichtsreicher Markt", sagte der Sprecher.

    Awtowas sucht seit Jahren nach einem strategischen Investor. Awtowas-Chef Sergej Tschemesow, der zuvor an der Spitze des staatlichen russischen Waffenhandelsunternehmens Rosoboronexport stand, teilte mit, der Betrieb verhandele mit russischen und ausländischen Anlegern. Geplant sei, bis zu 50 Prozent der Anteile an Awtowas zu verkaufen, zur Hälfte an einen russischen und einen ausländischen Autobauer. Rosoboronexport hält derzeit 75 Prozent der Anteile an Awtowas. Zu den möglichen Investoren zählen Marktexperten die russischen Unternehmen MMK, SeverStal und Metalloinvest. Unter den Ausländern hätten neben GM auch Fiat, Renault und Magna die größten Chancen.

    Im vergangenen Jahr hatte Awtowas einen Nettoüberschuss von 2,512 Milliarden Rubel (69,8 Millionen Euro) erwirtschaftet, 79,4 Prozent mehr als 2005. Die Einnahmen wuchsen um 15 Prozent auf 152,445 Milliarden Rubel. In diesem Jahr will der Konzern 771 600 Fahrzeuge (plus 0,8 Prozent) bauen und 165,7 Milliarden Rubel einnehmen.

    GM und Awtowas haben bereits ein Gemeinschaftsunternehmen - GM-Awtowas -, das seit 2002 Geländewagen Chevrolet Niva und Personenwagen Chevrolet Viva baut. 2006 setzte GM 132 000 Fahrzeuge in Russland ab, einschließlich der von GM-Awtowas montierten 47 900 Wagen.

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