02:33 20 August 2017
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    USA setzen für die Zerschlagung des Gasmonopols in Europa auf Aserbaidschan

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    Die USA haben sich für die Aufhebung des Monopols der Gasversorgung in Europa ausgesprochen und messen dabei Aserbaidschan eine Schlüsselrolle bei.

    WASHINGTON, 11. Dezember (RIA Novosti). Die USA haben sich für die Aufhebung des Monopols der Gasversorgung in Europa ausgesprochen und messen dabei Aserbaidschan eine Schlüsselrolle bei.

    Das sagte der für Europa und Eurasien zuständige US-Vizeaußenminister Daniel Fried auf einem internationalen Seminar über die Zusammenarbeit zwischen den USA, Aserbaidschan und der Türkei am Montag in Washington.

    „Die Gasvorkommen, über die Aserbaidschan verfügt, sollten ausreichen, um möglicherweise mit dem Bau und der Fertigstellung alternativer Gaspipelines zu beginnen, die Süd- und Mitteleuropa über die Türkei mit dem Kaspi-Becken verbindet und damit einigen unserer europäischen Bündnispartner eine lebensfähige Alternative zu dem monopolistischen Transportsystem (für Gas) und einem geschlossenen Investitionsraum sichert“, sagte der US-Diplomat.

    Er unterstrich, dass „die offene Förderung und der Schlussstrich unter das geschlossene monopolistische Transportsystem auch zum Abbau der Korruption beitragen werden“. Aserbaidschan, sagte er, müsse die Fehler anderer Länder, die mit fossilen Rohstoffen gesegnet sind, vermeiden.

    „In der Welt gibt es viele Beispiele von Erdöldiktaturen und nicht wenige Theorien, warum es so ist“, führte Fried aus. Die Einnahmen aus dem Erdöl und dem Gas würden die jeweiligen Staatsführungen der Notwendigkeit entheben, Gegengewichte auszutarieren.

    „Der plötzliche Reichtum, der nicht durch starke und ehrliche Institutionen gesteuert wird, hat dazu geführt, dass nicht das Land erstarkt, sondern eine kleine Gruppe von Spitzenleuten, die lukrative Positionen einnehmen, im Fett schwimmt.“

    „In solchen Fällen führt das zu Korruption, zu Missmanagement, zu wirtschaftlichen Deformationen und letztendlich zu politischer und sozialer Instabilität“, schlussfolgerte Fried. Er sieht die Alternative „in transparenten Institutionen und in offenen Märkten, die frei von Monopolen und den ihnen eigenen Entstellungen sind“.