14:51 18 August 2017
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    Unternehmer hoffen nach Medwedews Amtsantritt auf Kontinuität - "Wedomosti"

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    MOSKAU, 11. Dezember (RIA Novosti). Der Hauptvorzug Dmitri Medwedews als Putins möglicher Nachfolger besteht für die Unternehmer darin, dass sich nach seinem Antritt alles beim Alten bleiben, schreibt die Moskauer Tageszeitung "Wedomosti" am Dienstag.

    "Wir erwarten die Fortsetzung des Putin-Kurses", sagt der Hauptinhaber der Finanzgesellschaft "Sistema", Wladimir Jewtuschenkow. Alexander Ponomarenko, Vorsitzender des Aufsichtsrates und Mitinhaber von NMTP (Schwarzmeer-Handelshafen Noworossisk), fügt hinzu: "Medwedew wird Putins Initiativen weiterführen: Das wird ökonomische und politische Stabilität sein, und das ist günstig für die Geschäfte."

    Er sei kein Tschekist, was in jedem Fall gut sei, drückte ein großer russischer Investmentbanker seine Freude über die Nominierung aus. Am wichtigsten sei, fährt er fort, in die Lösung von Unternehmensfragen nicht die Sicherheitsbehörden einzubeziehen. Davon spricht auch eine Quelle in der Leitung eines staatlichen Monopolisten: Medwedews Wahl sei für das Geschäft gut, es werde keine Verfolgungen geben. Ende 2003 bezweifelte Medwedew die "juristische Effizienz" der Beschlagnahme der Yukos-Aktien und forderte die Rechtsschutzorgane zur Vorsicht auf: "Die Folgen von Handlungen, die nicht bis zu Ende durchdacht sind, werden sich auf die Wirtschaft auswirken", sagte er damals warnend. Die Nominierung Medwedews wird dem Gerede von einer "samtenen Reprivatisierung" ein Ende setzen, sagt Alexander Schochin, Vorsitzender des Russischen Unternehmer- und Industriellenverbandes.

    Für "Surgutneftegas" werde sich kaum etwas verändern, falls Medwedew Präsident werde, sagt Nikolai Sachartschenko, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ölgesellschaft. Sachartschenko ist der Ansicht, dass unmittelbar vor der Wahl ein ganz anderer Nachfolgeranwärter auftauchen werde.

    Mit Medwedews Amtsantritt werde die Marktkapitalisierung jener Branchen wachsen, die von Reformen und Liberalisierung abhängen: die Stromindustrie, die Gasindustrie, der Bankensektor und die Telekommunikationsbranche, so der Chef der Investitionsgesellschaft "Aton", Steven Dashevsky. Medwedew, der seit fünf Jahren Aufsichtsratsvorsitzender von Gasprom ist, habe sich lange Zeit vom Business distanziert und nichts außer Gasprom lobbyiert, setzt der Dashevsky fort. Er habe, sagt eine dem Kreml nahe stehende Quelle, gleiche Beziehungen zu allen, ohne dass er die Interessen von irgendjemanden lobbyiert hätte.

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