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    Russland setzt Uranlieferungen an Iran fort

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    Die fünfte Uranlieferung an das Atomkraftwerk Bushehr ist am Dienstagmorgen aus Russland in Iran eingetroffen.

    TEHERAN, 22. Januar (RIA Novosti). Die fünfte Uranlieferung an das Atomkraftwerk Bushehr ist am Dienstagmorgen aus Russland in Iran eingetroffen.

    Das teilten iranische Medien unter Berufung auf die Atomenergiebehörde des Landes mit. Das AKW Bushehr wird mit Unterstützung russischer Fachleute gebaut. Sergej Schmatko, Chef des russischen Unternehmens Atomstroyexport, hatte im Dezember erklärt, das AKW Bushehr werde frühestens Ende 2008 seiner Bestimmung übergeben. Irans Außenminister Manouchehr Mottaki hatte seinerseits mitgeteilt, dass bis zum Sommer bis zu 50 Prozent des AKW Bushehr in Betrieb genommen werde.

    Die Brennstofflieferungen für den Reaktor in Bushehr waren am 16. Dezember aufgenommen worden. Innerhalb von zwei Monaten werden rund 82 Tonnen geliefert. Rund 55 Tonnen sind bereits in Iran eingetroffen. Insgesamt sind acht Lieferungen vorgesehen. Der AKW-Bau erfolgt unter Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO.

    Nach der Aufnahme der Lieferungen hatte US-Präsident George W. Bush erklärt, Iran brauche die Urananreicherung nicht zu erlernen, weil die Nuklearbrennstoffe aus Russland geliefert werden. Auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte Ende Dezember verkündet, er sehe keine wirtschaftliche Notwendigkeit für Iran, das Urananreicherungsprogramm weiter umzusetzen.

    Der geistige Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, hatte zu Jahresbeginn allerdings kundgetan, Iran werde sich weiter im Interesse der künftigen Atomkraftwerke mit der Urananreicherung befassen.

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