13:12 20 Juni 2018
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    Börsenkrise: Finanzministerium gegen Hilfsgelder für Privatunternehmen aus Stabilisierungsfonds

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    MOSKAU, 22. Januar (RIA Novosti). Russlands Regierung sollte Geld aus dem Stabilisierungsfonds bei einer negativen Entwicklung auf den russischen Börsen nicht für die Unterstützung von Privatunternehmen gebrauchen.

    „Zum Glück sieht Russlands Recht keine Unterstützung der Aktienkurse und auch keine Tilgung von Firmenschulden aus dem Stabilisierungsfonds vor“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums Russlands. „Warum soll der Staat für die Schuldenpolitik von Privatunternehmen zuständig sein?“

    Derweil sank der russische RTS-Index erstmals seit Anfang Oktober unter 2000 Punkte. Experten befürchten Schwierigkeiten bei der Umschuldung von Unternehmen infolge der drohenden Liquiditätskrise.

    Das Finanzministerium ist allerdings der Ansicht, dass der Staat auch andere Quellen für die Unterstützung des russischen Effektenmarktes haben muss. „Das gilt auch für den Reservefonds und den nationalen Wohlstandsfonds, die am 1. Februar auf der Basis des Stabilisierungsfonds eingerichtet werden sollen“, sagte der Sprecher. Nach seinen Worten dient der Reservefonds dazu, die Haushaltsausgaben im Falle eines radikalen Öl-Preisrückgangs zu decken, während der nationale Wohlstandsfonds für die Finanzierung des Rentensystems bestimmt ist.

    Vor einiger Zeit hatte das Finanzministerium auf die Emission von Eurobonds verzichtet. Viele Investoren, in erster Linie westliche, griffen daraufhin nach Wertpapieren russischer Staatsunternehmen.

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