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    Heftigster Börseneinbruch in Russland seit 2006

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    MOSKAU, 22. Januar (RIA Novosti). Die russische Börse verzeichnet die schwersten Verluste seit 1,5 Jahren: Der RTS-Index verlor am Montag 7,38 Punkte und stürzte unter die psychologisch wichtige Marke von 2000 Punkten ab.

    Analysten rechnen im kommenden Monat mit weiteren Verlusten. Der russische Leitindex RTS schloss am Montag bei 1999,83 Zählern. Das ist der schwerste Einbruch seit dem 13. Juni 2006, als dieser Börsenindikator wegen angewachsener Inflationsrisiken in den USA an einem Tag ganze 9,37 Prozent verloren hatte.

    Der auf dem Rubel basierte Index MICEX rutschte am 21. Januar um 7,47 Prozent auf 1654,83 Punkte ab. Die Aktien von RAO UES fielen um 8,24 Prozent an der RTS- und um 7,49 Prozent an der MICEX-Börse, die Papiere von Rosneft verloren 6,24 bzw. 5,58 Prozent, die von Lukoil 8,50 bzw. 8,13 Prozent. Die Aktien von Sberbank rutschten um 8,44 bzw. 7,64 Prozent, die von Gasprom um 8,13 bzw. 7,11 Prozent, die von Rostelecom um 4,29 bzw. 4,82 Prozent ab.

    Analyst Alexander Ossin von „Finam Management“ führt den Einbruch an der russischen Börse am gestrigen Montag auf die negativen Trends an den Weltbörsen, vor allem in den USA, zurück. Zugleich stellt er fest, dass die Situation auf dem US-amerikanischen Finanzmarkt nicht übermäßig schlecht sei. Die größten Sorgen erregen die asiatischen Märkte, auf denen wegen der Währungspolitik der asiatischen Zentralbanken mittelfristig mit den schwersten Verlusten zu rechnen sei, sagte Ossin. Die höchsten Wachstumsraten hingegen sind ihm zufolge auf den Märkten in Russland und den USA zu erwarten. Die Situation an der russischen Börse gebe keinen Grund zur Panik, der Markt würde sich schnell erholen.

    Auch Anton Strutschinewski von der Investmentgesellschaft Troika Dialog sieht die negative Dynamik auf den asiatischen Märkten als Hauptursache für den Börsenabsturz in Russland an. Die negativen Trends in Asien führte er auf die Stagnationserwartungen in den USA zurück, weil die meisten asiatischen Lieferanten auf die Exporte in die USA angewiesen seien.

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