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    Finanzkrise im Westen wird russische Banken kaum ernsthaft tangieren - Experte

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    Die Finanzkrise im Westen wird sich nach Ansicht von Russlands Vizezentralbankchef Gennadi Melikjan kaum ernsthaft auf russische Banken auswirken.

    TULA, 22. Januar (RIA Novosti). Die Finanzkrise im Westen wird sich nach Ansicht von Russlands Vizezentralbankchef Gennadi Melikjan kaum ernsthaft auf russische Banken auswirken.

    "Die fatale Gefahr einer Krise ist nicht vorhanden", sagte Melikjan, der zugleich die russische Bankenaufsicht leitet, am Dienstag vor der Presse in Tula. Das russische Bankensystem habe genug Ressourcen, um all diese Probleme zu meistern. Die Finanzkrise im Westen resultiere aus einem immensen Haushaltsdefizit in den USA. Diese Krise ist noch nicht vorbei und werde weiter anhalten, weil das westliche Finanzsystem bislang nicht radikal umgestaltet worden sei, sagte Melikjan. Der Druck auf den Markt Russlands sei stark genug. "Aber wir sind sicher, dass wir diese Krise gut überstehen werden."

    Darauf angesprochen, wie sich die Talfahrt an westlichen Börsen auf das russische Bankensystem auswirken wird, sagte Melikjan, er sehe keinen direkten Zusammenhang. "Unsere Banken sind klever genug und haben bereits Wertpapiere abgestoßen, die sich jetzt verbilligen."

    Die Finanzkrise greift sich in den letzten Tagen an allen großen internationalen Börsen um sich. Auch die russischen Indizes geben seit dem 16. Januar nach. Selbst die Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed am Dienstag konnte den Fall nicht stoppen, allerdings nur verlangsamen.

    Nach Worten von Vizezentralbankchef Konstantin Korischtschenko hat das russische Bankensystem auch nach dem Einbruch der wichtigsten internationalen Indizes genug liquide Mittel. "Die Zentralbank verfügt über alle notwendigen Instrumente, um die Liquidität des Bankensystems im Notfall zu stützen", versicherte er.

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