14:56 20 Februar 2018
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    Iran bereit zu eigenen Gaslieferungen über geplante Nabucco-Pipeline

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    Iran ist bereit, eigenes Erdgas über die Kaspi-Pipeline Nabucco zu transportieren, die Brennstoff aus dem Kaspibecken unter Umgehung Russlands nach Europa bringen soll. Das teilte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki am Dienstag mit.

    TEHERAN, 22. Januar (RIA Novosti). Iran ist bereit, eigenes Erdgas über die Kaspi-Pipeline Nabucco zu transportieren, die Brennstoff aus dem Kaspibecken unter Umgehung Russlands nach Europa bringen soll. Das teilte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki am Dienstag mit.

    Mottaki hält sich zurzeit in Bulgarien auf.

    „Die Europäische Union hat auf die Notwendigkeit verwiesen, die Quellen und die Routen von Gaslieferungen zu diversifizieren. Einer der möglichen Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Iran und der EU auf dem Gebiet der Energetik ist das Projekt Nabucco“, zitieren bulgarische Massenmedien Mottaki.

    Der iranische Außenminister betonte, dass sein Land weltweit an zweiter Stelle nach Russland bei den Erdgasvorräten liegt.

    Die Wichtigkeit Bulgariens als potentieller Geschäftspartner beim Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich der Energetik hat am Dienstag der einflussreiche iranische Politiker und Ex-Präsident Ali Akbar Hashemi-Rafsandjani hervorgehoben. Er traf sich mit dem in Teheran weilenden Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des bulgarischen Parlaments, Solomon Pasi.

    Das Nabucco-Projekt, das sich schätzungsweise auf 6,14 Milliarden US-Dollar beläuft, sieht die Verlegung einer Gaspipeline vom Kaspibecken über türkisches Territorium nach Österreich vor und soll bis zum 2011 abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten und der Betrieb der Rohrleitung übernimmt das internationale Konsortium mit der österreichischen Erdöl- und Erdgasgesellschaft OMV an der Spitze. Die maximale Kapazität der Gaspipeline wird mit 31 Milliarden Kubikmeter angegeben.

    An der Umsetzung des Nabucco-Projektes beteiligen sich die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich mit Unterstützung der Europäischen Union.

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