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    Streit um Ölvorkommen: Aserbaidschan und Turkmenien verhandeln über Kaspimeer-Grenzen

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    Aserbaidschan und Turkmenien haben am Mittwoch Verhandlungen über die Festlegung von Grenzen auf dem Kaspischen Meer begonnen, um Besitzansprüche auf das Erdölvorkommen Kjapjas zu klären.

    BAKU, 06. Februar (RIA Novosti). Aserbaidschan und Turkmenien haben am Mittwoch Verhandlungen über die Festlegung von Grenzen auf dem Kaspischen Meer begonnen, um Besitzansprüche auf das Erdölvorkommen Kjapjas zu klären.

    Hauptgegenstand der Unterredungen sind die Koordinaten einer Mittellinie auf dem Grund des Kaspischen Meeres zwischen den einzelnen Sektoren der Anrainer-Staaten.

    Stein des Anstoßes ist das Vorkommen Kjapjas, das die turkmenische Seite als ihr Eigentum betrachtet und Sardar nennt. Die Öl- und Gaskondensat-Vorräte des Vorkommens werden auf 150 Millionen Barrel geschätzt.

    Zu den Gesprächen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, die bis zum 10. Februar dauern sollen, ist eine turkmenische Delegation mit Vizeaußenminister Schogeldi Babajew angereist. Die aserbaidschanische Seite wird von Vizeaußenminister Chalaf Chalafow vertreten.

    Die Verhandlungen verlaufen hinter verschlossenen Türen, Aserbaidschans Außenamt will anschließend eine Erklärung abgeben.

    Im vergangenen Herbst hatte es bereits zwei Verhandlungsrunden zwischen Baku und Aschchabad zu den Kaspsee-Grenzen gegeben.

    Indes haben Aserbaidschan, Russland und Kasachstan sowohl bi- als auch multilaterale Abkommen zu dieser Frage geschlossen und sich auf die Festlegung der jeweiligen Grenzen geeinigt.

    Zwischen Iran und Turkmenien hat es vorerst keine Verhandlungen gegeben. Aus diesem Anlass ist auch der Status des Kaspischen Meeres trotz der langjährigen Verhandlungen immer noch offen.

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