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    Ukraine: Regierungschefin will ausländische Vermittler im Gasgeschäft ausschalten

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    Die ukrainische Regierungschefin hat das Außenministerium und das halbstaatliche Unternehmen Naftogas Ukrainy am Dienstag beauftragt, Verhandlungen über direkte Gaslieferungen mit den Lieferländern aufzunehmen.

    KIEW, 06. Februar (RIA Novosti). Die ukrainische Regierungschefin hat das Außenministerium und das halbstaatliche Unternehmen Naftogas Ukrainy am Dienstag beauftragt, Verhandlungen über direkte Gaslieferungen mit den Lieferländern aufzunehmen.

    Das teilte der Pressedienst ihres Kabinetts unter Hinweis auf das Statement von Julia Timoschenko mit.

    Am Dienstag sagte die Premierministerin in einer Beratung zur Finanzsituation von Naftogas buchstäblich Folgendes: "Das Ministerium für Auswärtiges und die Nationale Aktiengesellschaft Naftogas Ukrainy müssen mit den ausländischen Gaslieferanten Verhandlungen über den Übergang zu Direktlieferungen aufnehmen."

    Die Lieferungen von russischem und zentralasiatischem Gas an die Ukraine erfolgen über den in der Schweiz registrierten Händler RusUkrEnergo, an dem der Gaskonzern Gasprom 50 Prozent der Aktien hält. Das Unternehmen Naftogas Ukrainy kauft das Gas von RosUkrEngergo.

    Timoschenko hat mehr als einmal ihre Absicht verkündet, dieses Unternehmen aus dem Schema der Gaslieferungen auszuschalten.

    In diesem Jahr beträgt der Gaspreis für die Ukraine per Grenze 179,5 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter. Der Gastransitpreis durch die Ukraine macht 1,7 US-Dollar aus. Dabei werden die Transitkosten mit Gaslieferungen beglichen.

    Die ukrainische Gasbilanz für 2008 umfasst 75 Milliarden Kubikmeter, 55 Milliarden davon sind Importgas, 20 Milliarden werden in der Ukraine gefördert.

    Das Handelsunternehmen RosUkrEnergo wurde 2004 gegründet. Seit 2005 beschäftigt es sich mit dem Export von zentralasiatischem und russischem Erdgas nach europäischen Ländern. Seit Anfang 2006 ist der Gashändler der einzige Gaslieferant in die Ukraine.

    Der Streit um den Gaspreis zwischen Gasprom und der Ukraine hatte beim Jahreswechsel 2005/2006 bereits zu Unterbrechungen der Lieferungen geführt und die Gasexporte nach Westeuropa kurzfristig beeinträchtigt.

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