06:30 25 September 2017
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    USA führen Ausschreibung für Öl- und Gasförderung in Arktis durch

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    Die US-Administration führt am Mittwoch erstmals seit 17 Jahren eine Bundesausschreibung für die Förderung von Öl und Erdgas auf dem arktischen Festlandsockel im Gebiet der Tschuktschensee durch.

    WASHINGTON, 06. Februar (RIA Novosti). Die US-Administration führt am Mittwoch erstmals seit 17 Jahren eine Bundesausschreibung für die Förderung von Öl und Erdgas auf dem arktischen Festlandsockel im Gebiet der Tschuktschensee durch.

    Das berichtete der Pressesprecher des amerikanischen Innenministeriums RIA Novosti.

    Durchgeführt wird die Ausschreibung in der Stadt Ancoridge im US-Bundesstaat Alaska.

    14 ökologische Organisationen und Verbände, die die Interessen der im Norden der USA lebenden Völker vertreten, ließen verlautbaren, dass sie am Mittwoch eine Protestaktion in Ancoridge gegen die Ausschreibung durchführen würden.

    Ihnen zufolge gefährdet die Erdöl- und Erdgasförderung in diesem Gebiet die Umwelt sowie den Lebensraum der Eisbären. Ende Januar haben diese Organisationen beim Gericht von Alaska Klage gegen die Regierungspläne eingereicht.

    Laut Angaben des amerikanischen Innenministeriums belaufen sich die Öl-Vorräte auf dem Festlandsockel der Tschuktschensee auf bis zu 15 Milliarden Barrel und die Gasvorräte auf rund 76 Billionen Kubikfuß.

    Die gesamte zur Ausschreibung stehende Fläche beläuft sich auf 120 000 Quadratkilometer. Die Felder befinden sich in einer Entfernung von 40 bis 320 Kilometer von der Küste auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von 30 bis 80 Meter.

    Die Gewinner der Ausschreibung dürfen diese Gebiete für einen Zeitraum von zehn Jahren mieten.

    Die erste Ausschreibung dieser Art wurde 1988 durchgeführt, die zweite erfolgte drei Jahre darauf.

    Amerikanischen Medienberichten zufolge wird auch im Gebiet der Beaufort See an der Grenze zur Tschuktschensee nach Erdöl gesucht.