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    Geschacher um Kaspi-Pipeline - "Kommersant"

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    MOSKAU, 07. März (RIA Novosti). Die Aktionäre des Kaspischen Pipelineskonsortiums (KTK) haben nach einem langen Kampf die jüngste Initiative vom US-Ölkonzern Chevron abgelehnt, mit der Finanzierung des Projekts einer KTK-Erweiterung zu beginnen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Das Geschäft wurde durch Ölgesellschafften Transneft und Lukoil blockiert.

    Nun gehen die Chevron und Kasmunaigas an den Bau einer konkurrierenden Pipeline, Russland aber verliert infolgedessen die Möglichkeit, zusätzliche Ölmengen vom kasachischen Vorkommen Tengis im Transit durch Aserbaidschan, Georgien und die Türkei zu befördern.

    Am gestrigen Donnerstagabend war die Frist für die Erörterung der Initiative der Chevron abgelaufen. Sie schlug den KTK-Aktionären vor, den Beginn der endgültigen Fertigstellung des Projekts für die KTK-Erweiterung zu finanzieren. Die Notwendigkeit, die Arbeit an der Machbarkeitsstudie zu beginnen, erklärt sich damit, dass das KTK bereits eine bestätigte und abgestimmte, der Projektierung vorangehende Dokumentation hat, sie läuft jedoch im Oktober 2008 ab. Hätten die westlichen Aktionäre die Billigung des Etats für die Machbarkeitsstudie erreicht, so hätte die Arbeit daran begonnen werden können, und das Konsortium der Auftragnehmer (Kellogg, Brown & Root, Gulf und Giprowostokneft) hätte die Gültigkeitsdauer besagter Dokumentation nicht zu überschreiten brauchen.

    Inzwischen geht die Förderung auf dem Tengis-Vorkommen (Kasachstan, Ressourcenbasis des KTK) allmählich über die Grenzen der Durchlassfähigkeit der nicht erweiterten Rohrleitung hinaus. In diesem Jahr plant sein Betreiber Tengizchevroil, 25 bis 26 Millionen Tonnen Erdöl zu gewinnen (gegenüber 13,93 Millionen Tonnen im Jahre 2007, Angaben von InfoTEK).

    Ein alternativer Weg für den Öltransport vom Tengis-Vorkommen wird schon vorbereitet. Im Januar 2007 vereinbarten die "Tengizchevroil", die "Kasmunaigas" und die Agip KCO (Betreiber des Vorkommens Kaschagan), ein Kasachstanisches Kaspisches Transportsystem zu schaffen (Wert: 3 Milliarden Dollar, anfängliche Durchlassfähigkeit: 25 Millionen Tonnen). Geplant sind ferner der Bau einer Rohrleitung Jeskene - Kuryk sowie die Schaffung eines Systems von Tankertransporten vom Hafen Kuryk nach Baku und weiter durch die Rohrleitung Baku - Tiflis - Ceyhan.

    Bei Kasmunaigas wurde der „Kommersant“ bestätigt, dass unter den Umständen, da die KTK-Erweiterung auf der Stelle trete, die Arbeit an der Rohrleitung bis Kuryk aktiviert werde.