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    Russland modernisiert MiG-29-Jäger für Indien - "Gazeta.Ru"

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    MOSKAU, 12. März (RIA Novosti). Der russische Flugzeugbaukonzern MiG und Indien haben einen milliardenschweren Vertrag über die Modernisierung von Jagdflugzeugen unterzeichnet, schreibt das russische Nachrichtenportal „Gazeta.Ru“ am Mittwoch.

    Selbst die vor kurzem bekannt gewordenen Einwände Algeriens gegen die Qualität der russischen Jäger standen dem nicht im Wege, was erneut nicht den technischen, sondern den politischen Charakter jenes Konfliktes unterstreicht.

    Der Vertrag sieht eine Modernisierung von mehr als 60 Abfangjägern MiG-29 der indischen Luftwaffe in Jagdbomber vor. Das umgebaute Flugzeug bekommt eine neue elektronische Bordausrüstung, ein Radar der Schuk-Familie (eine Entwicklung der Korporation Fasotron-NIIR), verbesserte Luft-Luft-Raketen, ferngelenkte Präzisionsraketen sowie Fliegerbomben mit einem Laserlenksystem.

    Indien hatte die MiGs Mitte der 80er Jahre (die 25-jährige Betriebsdauer geht ihrem Ende zu) gekauft, mit den technischen Veränderungen kann die Betriebsdauer der Maschinen um weitere 15 Jahre verlängert werden.

    Die Modernisierung soll laut Vertrag innerhalb von fünf Jahren über die Bühne gehen. Die ersten Flugzeuge werden in Russland modernisiert, die Ausrüstung der übrigen werden indische Betriebe aufgrund der von MiG gelieferten Bausätze übernehmen.

    Indiens Interesse an Erzeugnissen der russischen Flugzeugbauindustrie nahm nicht einmal durch Algeriens Vertragskündigung ab. Algerien warf den russischen Produzenten vor, minderwertige Vorrichtungen in die Flugzeuge eingebaut zu haben. Übrigens behaupten Analysten einhellig, der Grund war nicht technisch, sondern politisch: Der Einfluss des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy war dafür verantwortlich, der die französischen Rafale-Maschinen verkaufen will.

    Indien hatte aber auch negative Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Russland im Rüstungsbereich. Es handelte sich um die Modernisierung des Flugzeugträgers "Admiral Gorschkow". Gemäß dem Vertrag in einer Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Dollar hätte der Schiffbauer Sewmasch bis 2008 die Modernisierung des Schiffes beenden sollen. Aber die Termine wurden nicht eingehalten, für den Abschluss der Arbeiten sind weitere drei Jahre und eine zusätzliche Finanzierung erforderlich. Ein ähnliches Problem hatte Sewmasch mit der norwegischen Gesellschaft Odfjell. Obwohl ausschließlich das Management des Unternehmens, das den Kostenvoranschlag zu niedrig angesetzt haben soll, beschuldigt wird, wirkte sich die Kündigung des Vertrags negativ auf den Ruf unseres Landes aus.

    Aber die beste Werbung für den Konzern MiG war trotz allem der Abschluss der Modernisierung von MiG-29-Jägern für die slowakischen Luftstreitkräfte. Bei der feierlichen Übergabe am 29. Februar bestätigten slowakische Vertreter die hohe Qualität der geleisteten Arbeiten. Ähnliche Modernisierungen werden auch an den Jagdflugzeugen der Luftstreitkräfte Polens und Bulgariens vorgenommen.

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