23:09 22 Oktober 2017
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    Start des US-Telekomsatelliten AMC-14 fehlgeschlagen

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    Der amerikanische Telekom-Satellit AMC-14, der in der Nacht zum Samstag ins All geschossen wurde, konnte wegen eines technischen Defekts der russischen Proton-Rakete nicht die vorberechnete Umlaufbahn erreichen.

    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Der amerikanische Telekom-Satellit AMC-14, der in der Nacht zum Samstag ins All geschossen wurde, konnte wegen eines technischen Defekts der russischen Proton-Rakete nicht die vorberechnete Umlaufbahn erreichen.

    Wie ein Sprecher des Chrunischew-Zentrums (Proton-Hersteller) mitteilte, sollte der US-Satellit in eine 36 000 Kilometer hohe Umlaufbahn gebracht werden. Kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur (in Kasachstan) sei der Booster "Breez-M" ausgefallen, der der Rakete einen zusätzlichen Schub verleihen sollte. Als Folge konnte der Satellit eine Höhe von nur 28 000 Kilometer erreichen.

    Dem Sprecher zufolge ist der Satellit intakt, doch seine jetzige Flughöhe reiche nicht aus, um die vorgesehenen Gebiete mit dem Fernsehsignal abzudecken.

    Der Start wurde vom Unternehmen International Launch Services (ILS) organisiert. ILS ist ein 1995 gegründetes Joint Venture zwischen dem US-Unternehmen Space Transport Inc. und Chrunitschew mit Sitz im US-Bundesstaat Delaware. Seit 1996 hat ILS 44 kommerzielle Starts von Proton-Raketen durchgeführt.

    Der AMS-Satellit war vom Konzern Lockheed Martin im Auftrag der Korporation SES Americom gebaut worden und für Fernsehübertragung in den USA bestimmt gewesen.