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    Russlands Kartellamt liegt noch kein Antrag über Joint Venture von Gazprom und SUEK vor

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    MOSKAU, 18. März (RIA Novosti). Der russische Gaskonzern Gazprom sowie die Sibirische Kohle- und Kraftwerks-Gesellschaft SUEK haben dem Kartellamt in Moskau bislang keinen Antrag auf die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens gestellt.

    Das sagte der Chef der Kontrollabteilung des Föderalen Antimonopoldienstes Russlands, Alexander Piroschenko, am Dienstag Journalisten in Moskau. Zuvor hatten Gazprom und SUEK geplant, einen Teil ihrer Aktiva in einem Joint Venture zusammenzulegen.

    Eine entsprechende Absichtserklärung hatten Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller und SUEK-Präsident Wladimir Raschewski bereits im Februar 2007 unterzeichnet. Gazprom sollte eine Mehrheit von 50 Prozent plus eine Aktie an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, die bisherigen SUEK-Besitzer einen Minderheitsanteil. Ziel sei die Umstellung eines Teils der mit Gas betriebenen Kraftwerke auf Kohle, berichteten russische Medien. Das eingesparte Gas solle exportiert werden.

    Durch die Zusammenarbeit mit SUEK soll sich Gazprom dem Ziel nähern, zu einem universellen Energieunternehmen von Weltniveau aufzusteigen. 2005 hatte Gazprom bereits den großen Ölproduzenten Sibneft (jetzt Gazpromneft) geschluckt. Raschewski rechnete mit einem starken Synergieeffekt durch die Fusion. Russland habe nach den USA die zweitgrößten Vorräte an Braunkohle. Die Förderung könne um ein Mehrfaches gesteigert werden, sagte der SUEK-Chef damals.