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    Sparsame Chinesen bremsen den Bau der Ost-Pipeline - "Wedomosti"

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    MOSKAU, 11. April (RIA Novosti). Transneft-Präsident Nikolai Tokarew bittet die Regierung, baldmöglichst darüber zu entscheiden, ob Russland über die Rohrleitung Ostsibirien - Pazifik Öl nach China transportieren werde.

    Das Rohr ist schon im Bau, aber eine Vereinbarung mit dem chinesischen staatlichen Konzern CNPC liegt immer noch nicht vor, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Freitag. Am 14. März ersuchte Tokarew den stellvertretenden Regierungschef Sergej Naryschkin, einen Beschluss über den Bau einer nach China führenden Abzweigung der ostsibirisch-pazifischen Ölpipeline zu fassen. Darin heißt es, dass gemäß einer Anordnung des Industrie- und Energieministeriums von 2005 jetzt bereits der Abschnitt der CNPC von Taischet nach Skoworodino mit einer Kapazität von 30 Millionen Tonnen gebaut sowie geplant wird, den speziellen Erdölhafen Kosmino mit einer Kapazität von 15 Millionen Tonnen zu bauen. Weitere 15 Millionen Tonnen sollen nach China exportiert werden, doch ist ein Regierungsbeschluss über den Bau der Rohrleitung von Skoworodino nach China bis heute nicht da. "Die Frage ist außerordentlich aktuell und kann das Baukonzept der ostsibirisch-pazifischen Pipeline insgesamt wesentlich beeinflussen", schreibt Tokarew.

    Der Beschluss über die Rohrleitung in Richtung China hängt von den Preisvereinbarungen über die Öllieferungen an China ab, erklärte der "Wedomosti" Industrie- und Energieminister Viktor Christenko vor einigen Tagen. Insbesondere davon, ob es gelinge, den Preis für die Chinesen nach dem bestehenden Vertrag der Rosneft zu erhöhen, erläuterten früher einige Beamte vom Metier.

    Gemeint ist der Vertrag der Rosneft mit der CNPC über die 2005 - 2010 zu erfolgende Lieferung von 48,4 Millionen Tonnen Erdöl per Schiene im Austausch gegen den 2005 gewährten Kredit für den Kauf der Juganskneftegas. Die Preisbedingungen waren für die Rosneft von Anfang an ungünstig, im November 2007 vereinbarte die staatliche Gesellschaft eine Preiserhöhung bis auf 0,675 Dollar/Barrel (Diskontsenkung gegenüber Brent von 3 Dollar auf 2,325 Dollar). Die Rosneft rechnete damit, im Februar 2008 mit den Chinesen eine neue Erhöhung abzustimmen, aber das ist bislang nicht geschehen.

    Die Verhandlungen mit der CNPC gehen weiter, sagt ein Rosneft-Vertreter. Sie kämen nur schwer voran, weil die Chinesen den Preis zu senken versuchen, fügt eine der staatlichen Gesellschaft nahe stehende Quelle hinzu. Kommentare der CNPC konnten nicht erhalten werden.

    Die Besorgnis der Transneft ist begreiflich, denn von der Anwesenheit der Rohrleitung nach China hängen die Projektierung der zweiten Baufolge der ostsibirisch-pazifischen Pipeline und die Kapazität des Hafens Kosmino ab, betont der Analyst von Troika Dialog Valeri Nesterow. Christenko findet, dass bei der Projektierung des speziellen Erdölhafens Kosmino schon jetzt 30 Millionen Tonnen einzuplanen sind. Wenn für Kosmino ein anderes Projekr erstellt wird, wird die erste Baufolge der ostsibirisch-pazifischen Leitung um 8 Prozent auf 367,5 Milliarden Rubel steigen, und die zweite Baufolge könnte, wenn keine Abzweigung nach China verlegt wird, um 30 Prozent auf 430 Milliarden Rubel erhöht werden, hat Nesterow errechnet.

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