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    Iran startet neue Zentrifugen zur Urananreicherung

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    Im iranischen unterirdischen Atomkomplex Natanz (Provinz Isfahan) sind drei neue Kaskaden von je 164 Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb genommen worden.

    TEHERAN, 11. April (RIA Novosti). Im iranischen unterirdischen Atomkomplex Natanz (Provinz Isfahan) sind drei neue Kaskaden von je 164 Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb genommen worden.

    Das erfuhr die iranische amtliche Nachrichtenagentur IRNA am Freitag inoffiziell aus einer informierten Quelle.

    Wie es hieß, handelt es sich um P-1-Zentrifugen, wie sie bereits in Natanz betrieben werden. Nach Angaben der IAEO sind zurzeit in Natanz 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung im Einsatz. Diese Zahl würde nach Einschätzung der Agentur für die Aufnahme einer Industrieproduktion von nuklearen Brennelementen ausreichen.

    Die iranischen Behörden hatten wiederholt darauf verwiesen, dass das Land 50 000 Zentrifugen brauche, um seine Atomkraftwerke mit nuklearem Brennstoff zu versorgen.

    Die Bauarbeiten für das erste iranische Atomkraftwerk Bushehr im Süden des Landes werden in ihrer abschließenden Phase mit Unterstützung russischer Fachleute geführt.

    Am Nationaltag der Atomtechnologien, der am vergangenen Dienstag in Iran begangen wurde, hat Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad bekannt gegeben, dass die iranischen Atomfachleute mit dem Testen der neuen Zentrifugen begonnen hätten, die Uran fünfmal so schnell anreichern können, wie bisher. Es sei geplant, die Tests in zwei Monaten abzuschließen.

    Ahmadinedschad teilte auch mit, dass im Urananreicherungsbetrieb in Natanz mit der Aufstellung von 6000 neuen Zentrifugen als Ergänzung zu den bereits eingesetzten 3000 Zentrifugen begonnen worden sei.

    Nach Vermutung der USA und einiger anderer Länder strebt Iran danach, Atomwaffen geheim zu entwickeln. Diese Anschuldigung wird von Teheran mit der Begründung zurückgewiesen, sein Nuklearprogramm habe zum Ziel, den Bedarf des Landes an Elektroenergie zu decken.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte in den letzten Jahren auf Initiative der „Sechs“ (ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland) drei Resolutionen - 1737 (Dezember 2006), 1747 (März 2007) und 1803 (März 2008) - angenommen, die Sanktionen gegen Iran wegen seiner Weigerung vorsehen, ein Moratorium für die Urananreicherung einzuführen und die Arbeit am eigenen Raketenprogramm einzustellen. Teheran hat diese Dokumente als illegitim abgelehnt.

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