03:12 19 Januar 2019
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    Rumänien, Serbien und Kroatien gründen Joint Venture für Bau von Paneuropäischer Ölpipeline

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    MOSKAU, 22. April (RIA Novosti). Rumänien, Kroatien und Serbien haben am Dienstag in Bukarest ein Abkommen über die Gründung eines Joint Venture zum Bau der Paneuropäischen Ölpipeline (PEOP) unterzeichnet.

    Das meldete die rumänische Nachrichtenagentur Beta. Das Dokument wurde vom Direktor des serbischen Unternehmens Transnafta, Neboisa Lemaic, vom Vorstandsmitglied des kroatischen Konzerns Janaf, Vladimir Vrankovic, vom Generaldirektor der rumänischen Gesellschaft Conpet, Liviu Ilasi, und vom Generaldirektor des Ölterminals von Constanta, Mihai Lupu, signiert. Slowenien und Italien haben noch nicht entschieden, welche Unternehmen in das Projekt einsteigen, waren bei der Unterzeichnung des Dokuments durch Mitarbeiter ihrer Botschaften vertreten.

    Nach rumänischen Angaben will sich auch die Europäische Union (EU) am PEOP-Projekt beteiligen, die an alternativen Versorgungsquellen interessiert ist. Die Unterzeichner gaben zu verstehen, dass sich mehrere Großunternehmen bereits erklärt haben, das Projekt mitzufinanzieren.

    Das Gemeinschaftsunternehmen soll im Laufe von 45 Tagen in London eingetragen werden. Darauf sollen die Machbarkeitsstudie erstellt sowie Investoren und Unternehmen bestimmt werden, die Öl liefern und Transportieren werden. Nach Angaben von Ilasi hatte Rumänien bereits mit Kasachstan und Aserbaidschan verhandelt. Beide Länder hätten sich bereit erklärt, Öl in die künftige Pipeline zu pumpen und einen Teil für das Projekt erforderlichen Geldmittel bereitzustellen. Die endgültige Entscheidung über den Bau der PEOP-Pipeline dürfte in einem Jahr getroffen werden.

    Die 1400 Kilometer lange Pipeline soll auf dem Territorium Rumäniens, Serbiens, Kroatiens und Sloweniens nach Italien gebaut werden. Der voraussichtliche Wert des Projekts wird von Experten mit 3,5 Milliarden US-Dollar angegeben. Die Durchsatzkapazität der Leitung soll zwischen 60 Millionen und 90 Millionen Tonnen Öl im Jahr betragen. Die Bauarbeiten sollen 2012 zu Ende gehen.

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