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    Deutschland und EU tun zu wenig für Durchsetzung der Ostsee-Pipeline

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    Deutschland und die Europäische Union tun zu wenig für die Lösung der Probleme, die beim Bau der Ostsee-Pipeline aus Russland nach Deutschland im Wege stehen. Das sagte Valeri Jasew, Präsident des Russischen Gasverbandes, am Dienstag in Berlin.

    BERLIN, 20. Mai (RIA Novosti). Deutschland und die Europäische Union tun zu wenig für die Lösung der Probleme, die beim Bau der Ostsee-Pipeline aus Russland nach Deutschland im Wege stehen. Das sagte Valeri Jasew, Präsident des Russischen Gasverbandes, am Dienstag in Berlin.

    Nach seinen Worten geht es um das Ausräumen der Bedenken der Staaten, in deren Hoheits- beziehungsweise Wirtschaftsgewässern die Pipeline verlegt werden soll. Jasew zufolge ist Deutschland der Hauptgewinner des Projektes. Die Mitwirkung der deutschen Seite und der EU bei den Verhandlungen mit den Staaten, die Vorbehalte gegen das Projekt erheben, sei bislang unzureichend.

    Zugleich stellte Jasew fest, dass die Bedenken Litauens und Estlands bereits durch die Korrektur der Pipeline-Route beseitigt werden konnten.

    Die Ostsee-Pipeline soll von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden. Die neue Rohrleitung, die durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führen soll, wird Direktlieferungen von russischem Erdgas nach Westeuropa ermöglichen.

    Der erste 1200 Kilometer lange Strang mit einer Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern soll 2010 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges soll die Durchlasskapazität ab 2012 auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigen. Der Projektbetreiber Nord Stream gehört dem russischen Konzern Gazprom (51 Prozent) sowie den deutschen Unternehmen BASF und E.ON und dem niederländischen Gasversorger Gasunie.

    Das Pipeline-Projekt stieß in Polen und den baltischen Ländern auf scharfe Kritik, da sie mit den bestehenden Gasfernleitungen konkurriert. Außerdem warnten Estland, Polen, Schweden und Finnland vor Umweltrisiken beim Bau der Rohrleitung und forderten umfassende Untersuchungen, um jede Umweltverunreinigung zu vermeiden.

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