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    Energiesicherheit der EU noch nicht gewährleistet

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    BERLIN, 20. Mai (RIA Novosti). Der Europäischen Union ist es laut Valeri Jasew, Präsident des Russischen Gasverbandes, bislang nicht gelungen, ihre Energiesicherheit zu gewährleisten.

    Die Europäische Union kümmere sich ernsthaft um die eigene Energiesicherheit. Doch diese werde kaum besser, sagte Jasew, Vizechef der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), am Dienstag auf der Konferenz "Energiedialog Russland-EU: Der Gasaspekt" in Berlin. Die Eigenproduktion der primären Energieträger in Europa sei rückläufig, während die Produktion von grundsätzlich neuen Energieträgern bislang nicht das notwendige Ausmaß erreicht habe.

    Jasew kritisierte die Entscheidung vieler Staaten der Welt, ihre strategischen Öl- und Gasreserven aufzustocken. Diese Maßnahme verzerre den Markt und treibe die Energiepreise nach oben, weil durch den Bau von neuen Speichern und Infrastruktur zusätzliche Kosten entstünden, sagte Jasew. Nach seinen Worten liefert Russland unterbrechungsfrei sein Erdgas nach Westeuropa und es wäre vernünftiger, die "Ressourcen nicht in künstlichen Speichern, sondern im Erdinneren aufzubewahren".

    Jasew zufolge sollten Russland und die Europäische Union gemeinsam auf eine Verringerung des Energieverbrauchs in der Welt hinarbeiten. "Es sind die Mikro- und die Nanotechnologien, die in Zukunft einen niedrigen Energieverbrauch ermöglichen und somit einen Vorwand für Kriege beseitigen werden."

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