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    Europa verliert Status als Exklusivmarkt für russische Energielieferungen

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    Europa hört auf, Exklusivmarkt für russische Energieträger zu sein, und sollte eine "gleichberechtigtere" Partnerschaft mit Russland eingehen.

    BERLIN, 20. Mai (RIA Novosti). Europa hört auf, Exklusivmarkt für russische Energieträger zu sein, und sollte eine "gleichberechtigtere" Partnerschaft mit Russland eingehen.

    Das sagte Valeri Jasew, Präsident des Russischen Gasverbandes, am Dienstag in Berlin.

    Auf der Konferenz "Energiedialog Russland-EU: Der Gasaspekt" in der deutschen Hauptstadt trat Jasew, Vizechef der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), der Meinung entgegen, dass Russland keinen anderen Absatzmarkt für Öl und Gas außer Europa habe. In Asien könne bald ein gemeinsamer Energiemarkt entstehen, der Südkorea, China und Indien umfassen werde, teilte Jasew mit.

    Die jüngsten Vorschläge der EU-Kommission, die ausländischen Investitionen in den europäischen Energiesektor zu begrenzen, erschweren laut Jasew die Beziehungen zwischen der EU und Russland.

    Die EU-Kommission hatte im vergangenen Oktober einen Maßnahmenplan zum Schutz des europäischen Energiemarktes veröffentlicht, der die Fremdinvestitionen beschränkt und eine Aufspaltung der großen Energiekonzerne in Energieerzeuger und Netzbetreiber vorsieht. Diese Maßnahmen tangieren den russischen Gaslieferanten Gazprom, der ein großer Investor für die europäische Pipelineinfrastruktur ist.

    Matthias Rüte, Generaldirektor der EU-Generaldirektion Energie und Verkehr, äußerte seinerseits, Europa sei nach wie vor der größte Importeur der russischen Energieträger. Die Kontinuität der Lieferungen und des Verbrauchs seien zwei Seiten einer Medaille, sagte Rüte.

    Dabei sei Russland der größte Energielieferant für Europa. Auf Russland entfallen 44 Prozent der gesamten Gas- und 34 Prozent der Ölimporte Europas. Diese Wechselbeziehung würde in den nächsten Jahrzehnten erhalten bleiben, sagte Rüte.

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