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    Übernahme des Kowykta-Feldes von BP durch Gazprom verzögert sich - Gazprom-Vertreter

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    Die Übernahme des Gasfeldes Kowykta vom russisch-britischen Energiekonzern TNK-BP durch den russischen Gasförderer Gazprom verzögert sich.

    BERLIN, 20. Mai (RIA Novosti). Die Übernahme des Gasfeldes Kowykta vom russisch-britischen Energiekonzern TNK-BP durch den russischen Gasförderer Gazprom verzögert sich.

    Das teilte der Leiter des Auswärtigen Departments beim russischen Gaskonzern Gazprom, Stanislaw Zygankow, am Dienstag in Berlin mit. Ursache dafür seien unterschiedliche Positionen der Seiten. "Der voraussichtliche Wert des Deals liegt bei einer Milliarde US-Dollar... Alle Fragen sollen jetzt an TNK-BP gestellt werden, jetzt sind TNK-BP-Aktionäre am Zug", sagte Zygankow.

    Das Abkommen über die Übernahme von Kowykta durch Gazprom wurde im Juni 2007 zwischen dem größten russischen Gasförderer, dem britischen Energiekonzern BP und TNK-BP unterzeichnet. Im Dezember vergangenen Jahres teilte TNK-BP-Exekutivdirektor Viktor Wekselberg mit, dass die Übernahme spätestens Ende des ersten Quartals 2008 abgeschlossen sein solle.

    Laut Abkommen soll TNK-BP 62,8 Prozent der Anteile am Konzern RUSIA Petroleum, der die Förderlizenz für Kowykta besitzt, sowie 50 Prozent der Aktien der Ostsibirischen Gasgesellschaft, die für die Gasversorgung des Gebietes Irkutsk gegründet wurde, an Gazprom verkaufen. Im Kowykta-Feld werden mehr als zwei Billionen Kubikmeter Gas vermutet.

    Das zwischen den Seiten unterzeichnete Abkommen sieht auch die Bildung einer strategischen Allianz vor, die in gemeinsame Projekte langfristig investieren soll. Zudem sollen Unternehmensanteile in Russland und in dritten Ländern ausgetauscht werden. TNK-BP - der drittgrößte Ölförderer in Russland - bot Gazrpom seinen gasfördernden Betrieb Rospan International als Basis für die Gründung eines Joint Ventures an.

    Gemäß seiner Kowykta-Lizenz sollte der TNK-BP-Konzern ab 2006 mindestens neun Milliarden Kubikmeter Gas gewinnen. Real förderte RUSIA Petroleum aber weniger als eine Milliarde. TNK-BP erklärte diese Situation damit, dass der Gasbedarf in der Region deutlich unter den von der Lizenz geforderten Mengen liege und sich Gazprom geweigert habe, das in Kowykta gewonnene Gas durch seine Pipelines zu transportieren.

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