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    Power Machines bekommt ersten Großauftrag aus Atomindustrie - „Kommersant“

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    MOSKAU, 29. Mai (RIA Novosti). Der Kraftwerksausrüster Power Machines (Silowyje Maschiny) hat den ersten Großauftrag aus der Energiebranche erhalten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Mit einem hoffenden Blick auf diese Verträge hatte Alexej Mordaschow, Inhaber von Severstal, das Unternehmen vor zehn Monaten unter seine Kontrolle gebracht. Gestern unterzeichneten Power Machines und Atomenergoprom, Unternehmen der Staatsholdung Rosatom, einen Vertrag über die Lieferung von Ausrüstungen für die Rekordsumme von 1,7 Milliarden US-Dollar. Danach können auch die von Gazprombank kontrollierten „Vereinigten Maschinenbauwerke“ (russische Abk.: OMS) Aufträge aus der Atombranche erhalten.

    Die Regierung hatte das Investitionsprogramm von Rosatom zur Errichtung von neuen Energieblöcken bis 2015, das mindestens 50 Milliarden Dollar für neue Ausrüstung vorsieht, bereits 2006 verabschiedet. Doch die russischen Energiemaschinenbauer haben den lang ersehnten Auftrag aus der Atombranche erst gestern erhalten.

    Power Machines soll von 2010 bis 2012 Turbinen und Generatoren für die Errichtung von zwei neuen Kernkraftwerken - Nowoworonesch-2 und Leningrad-2 nahe Sankt Petersburg - liefern.

    Power Machines ist nicht der einzelne russische Hersteller, der Aufträge von Rosatom erwartet. Auch der Atomreaktorhersteller OMS („Vereinigte Maschinenbauwerke“), der ein Monopol in diesem Gebiet hat und gleich nach der Verabschiedung des Rosatom-Investitionsprogramms von einem Investoren-Konsortium mit der Gazprombank an der Spitze erworben wurde, kann darauf hoffen. Wer noch dem Konsortium angehört, wird nicht bekannt gegeben. Die Bank hatte zwei Jahre lang mit Rosatom über die Aufträge an die Ischora-Werke, die zu OMS gehören, verhandelt, bekam sie letztendlich jedoch nicht. Die Verhandlungen dauern an. OMS wollte seine Produktionsstätten mit dem Rosatom-Geld erneuern.

    Die Gazprombank finanziert einen Teil der Bauarbeiten von zwei Reaktoren für das Kernkraftwerk Nowoworonesch-2 auch ohne feststehenden Auftrag. Diese Reaktoren sollen nun von Rosatom abgekauft werden. Für die Reaktoren für das Leningrad-AKW gibt es keinen Vertrag, und, wie es bei Atomenergoprom hieß, „bedeutet der Vertrag mit Power Machines noch nicht, dass ähnliche Abkommen mit OMS abgeschlossen werden“.

    Inoffiziell erläutern die Parteien, dass sie keine Einigung bei dem Preis für den Reaktor erzielen: Die Vereinigten Maschinenbauwerke bestehen auf einem Preis von 127 Millionen Dollar, doch Atomexperten erscheint dieser Preis zu hoch.

    Analysten werten das Abkommen zwischen Rosatom und Power Machines als Zeichen, dass es der Atomindustrie schwer fällt, ausländische Alternativen für die russische Ausrüstung zu finden. Das bedeute, dass die Vereinigten Maschinenbauwerke (OMS) auch Aufträge bekommen werden, erwartet Michail Pak vom „Investitions- und Finanzhaus Kapital“. Vertreter der Vereinigten Maschinenbauwerke fügten hinzu, dass mit den Aufträgen im Juni zu rechnen sei.

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