01:19 11 Dezember 2017
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    Eni-Tochter Saipem erhält Milliardenauftrag für Bau der Ostsee-Pipeline

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Die italienische Engineering-Firma Saipem, die zu 43 Prozent dem italienischen Energiegiganten Eni SpA gehört, hat mit dem russisch-deutsch-niederländischen Konsortium Nord Stream AG einen Vertrag für den Bau der beiden Stränge der Ostsee-Pipeline geschlossen.

    Das teilte Saipem am Dienstag mit.

    Im Rahmen des Vertrages, dessen Wert mehr als eine Milliarde Euro beträgt, soll Saipem 2010 mit dem Bau des ersten 1200 langen Stranges der Ostsee-Pipeline von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste beginnen. Der Bau des zweiten Stranges ist für 2011 bis 2012 geplant.

    Außerdem verhandelt die italienische Firma mit der Nord Stream AG über weitere Aufträge, unter anderem für die Errichtung der Küsteninfrastruktur.

    Die neue Rohrleitung, die durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führen soll, wird Direktlieferungen von russischem Erdgas nach Westeuropa ermöglichen. Der erste Strang soll eine Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern haben. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges soll die Durchlasskapazität ab 2012 auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigen.

    Der Projektbetreiber Nord Stream gehört dem russischen Staatskonzern Gazprom (51 Prozent) sowie den deutschen Unternehmen BASF und E.ON (jeweils 20 Prozent) und dem niederländischen Gasversorger Gasunie (neun Prozent).