17:52 21 August 2017
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    Somalia bietet Russland Gas, Öl, Uran und Weltraumbahnhof an

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Novosti). Der ostafrikanische Staat Somalia, der sich in einem andauernden Bürgerkrieg befindet, will russische Gas-, Öl- und Uranförderer anlocken sowie mit russischer Hilfe seinen Weltraumbahnhof fertig stellen.

    Für eine Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten warb am Freitag der somalische Botschafter in Moskau, Mohamed Handule. "Somalia ist reich an Öl, Gas und Uran", äußerte der Botschafter. Nach seinen Worten hat sein Land bereits mit dem russischen Unternehmen Sarubeschgeologia verhandelt, das sich auf geologische Prospektierung im Ausland spezialisiert hat, und hofft auf eine Kooperation und einen Austausch von Delegationen mit dem staatlichen Energieriesen Gazprom.

    Da die somalischen Uran-Vorkommen noch von sowjetischen Spezialisten analysiert worden seien, habe Russland dem Botschafter zufolge ein Vorrecht auf die Uran-Förderung in Somalia. Ein weiterer perspektivischer Kooperationsbereich wäre der Fertigbau des Weltraumbahnhofs in Somalia, mit dessen Bau noch zu Sowjetzeiten begonnen worden war.

    Den Raketenstartplatz in Somalia könnte Russland als Ergänzung zum Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan nutzen.

    Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg, der bereits zwischen 300 000 und 500 000 Menschen das Leben gekostet hat. Bis zur Bildung einer international anerkannten Übergangsregierung im Jahr 2004 hatte das Land keine einheitliche Staatsverwaltung. Aber auch die neue Regierung erwies sich nicht in der Lage, Ordnung im Lande zu schaffen.

    Die Küste vor Somalia ist indes berüchtigt für Piratenüberfälle. Nach UN-Angaben gab es allein seit Jahresbeginn mehr als 26 Überfälle auf zivile Schiffe. In diesem Juni verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die fremden Staaten erlaubt, Waffengewalt gegen die Piraten vor Somalias Küste zur Geiselbefreiung einzusetzen.

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