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    Turkmenien lässt sich Zeit im Gashandel mit Russland - Russlands Presse

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    MOSKAU, 07. Juli (RIA Novosti). Bislang hat Russland von Turkmenien keine genau formulierten Garantien für Gaslieferungen und -preise bekommen können, schreiben russische Zeitungen am Montag.

    Das bestätigte auch Dmitri Medwedews Besuch in Turkmenistan. Beide Präsidenten tauschten herzliche Worte aus, während die Mitglieder der russischen Delegation vor und nach den Verhandlungen recht widersprüchliche Erklärungen abgaben. Fest steht nur, dass in der Gas-Kooperation, die 90 Prozent des Warenumsatzes zwischen beiden Ländern ausmacht, unbestimmte Bereiche bleiben.

    Eine langfristige Gaspreisformel ab 2009 ist nicht abgestimmt worden, dabei hätte sie den turkmenischen Verpflichtungen eine zivilisiertere Form verliehen - und das trotz der Bereitschaft von Gazprom, zur Bezahlung des Gases zu europäischen Preisen überzugehen. Das Fehlen von schriftlichen langfristigen Garantien bremst seinerseits die Entwicklung der Gastransportkapazitäten auf dem Weg von Zentralasien nach Russland, namentlich die Rekonstruktion des bereits bestehenden Verbundsnetzes "Zentralasien - Zentrum" und den Bau einer neuen Gaspipeline im Kaspiraum.

    Demnächst (vielleicht sogar noch in dieser Woche) soll Gazprom-Chef Alexej Miller erneut nach Aschchabad reisen, um die komplizierten Verhandlungen fortzusetzen. Doch nach allem zu urteilen, sind konkrete Vereinbarungen erst im Herbst zu erwarten, da der näher rückende Winter die Kompromissfähigkeit, besonders des Käufers, erhöht.

    Nach den Worten von Sergej Prichodko, Assistent des russischen Präsidenten, im Anschluss an den Verhandlungen zu urteilen, hatte die russische Delegation überhaupt nicht die Absicht, konkrete Vereinbarungen zu treffen: "Wir setzten uns nicht das Ziel, konkrete Dokumente zu unterzeichnen. Mit der Vorbereitung der entsprechenden Zusätze zu den Verträgen befasst sich Gazprom. Turkmeniens Präsident hatte sich vor kurzem mit Miller getroffen. Wahrscheinlich werden solche Kontakte notfalls auch künftig stattfinden."

    Eine hochgestellte Quelle in der russischen Delegation erklärte, den Abschluss eines Abkommens sei im Herbst zu erwarten. Zur Zeit konkurriere Russland mit China um die turkmenischen Ressourcen. Der Gesprächspartner erinnerte daran, dass Peking mit Aschchabad ein Abkommen über die Lieferung von jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas binnen 30 Jahren ab 2009 geschlossen hat.

    Quellen: "Wremja Nowostej", "Wedomosti" vom 07.07.08.

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