19:26 23 August 2017
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    Nach Erdbebendrama: China plant neues AKW in Katastrophengebiet

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    PEKING, 23. Juli (RIA Novosti). Die chinesische Regierung plant in der erdbebengefährdeten Provinz Sichuan, die erst kürzlich von einer verheerenden Erdbebenkatastrophe heimgesucht wurde, ein Atomkraftwerk zu errichten.

    Das berichtet die Zeitung "China Daily" am Mittwoch.

    "Der Bau (des AKW) beginnt, sobald eine behördliche Genehmigung dazu gegeben wird", sagte der Rektor der chinesischen Hochschule für Kernphysik, Zhao Hua, gegenüber der Zeitung.

    Die Baukosten werden auf 3,7 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Das Atomkraftwerk mit einer Kapazität von sechs Millionen Kilowatt soll in der Nähe der Wohnsiedlung Sanba errichtet werden.

    Nach Angaben von Experten hat das letzte Erdbeben, obwohl es das stärkste seit 30 Jahren war, das für die Reaktormontage bestimmte Baugelände nicht beschädigt.

    Das künftige Atomkraftwerk in der Provinz Sichuan soll die regionale Energiesicherheit gewährleisten. Zurzeit werden dort 68 Prozent der Stromerzeugung von Wasserkraftwerken gedeckt. Da Flüsse in der Sommerzeit zu wenig Wasser führen, mangelt es an Elektroenergie.

    Die Provinz Sichuan wurde am 12. Mai Opfer eines Erdbebens der Stärke 8,0. 69 197 Menschen wurden getötet. Mehr als 18 000 Menschen gelten als vermisst. In der Provinz kommt es zu immer neuen Nachbeben. Seit dem 12. Mai wurden insgesamt fast 18 000 Erdstöße registriert.

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