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    Finanzkrise: Kapitalflucht aus Russland bei 15 Milliarden Dollar

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    Die von der globalen Finanzkrise verursachte Kapitalflucht aus Russland hat zehn bis 15 Milliarden Dollar ausgemacht.

    MOSKAU, 22. September (RIA Novsoti). Die von der globalen Finanzkrise verursachte Kapitalflucht aus Russland hat zehn bis 15 Milliarden Dollar ausgemacht.

    Das stellte Russlands Finanzminister Alexej Kudrin am Sonntag im russischen Fernsehen fest.

    Der Minister verwies darauf, dass diese Zahl geringer ist als im ersten Quartal dieses Jahres.

    Insgesamt habe der russische Börsenmarkt während der Krise 52 Prozent seiner Marktkapitalisierung verloren, hieß es.

    Kudrin verwies darauf, dass ähnliche Prozesse auch auf den Märkten der anderen "Boom-Staaten" wie China und Brasilien verzeichnet wurden. Nach seiner Ansicht könnte die Finanzkrise noch sechs bis 12 Monate dauern.

    Die Jahresinflation in Russland wird infolge der Finanzkrise ein bis zwei Prozent höher sein als von der Regierung prognostiziert. Laut der jüngsten Prognose des Wirtschaftsministeriums soll die Jahresinflation maximal 11,8 Prozent betragen.

    Die von der Regierung beschlossene dringende Vergrößerung der liquiden Mittel auf dem Markt würde dabei die Inflation kaum antreiben. "Ein solches Risiko besteht zwar, es ist aber geringer als üblich, weil wir damit die geflüchteten Geldmengen kompensieren", sagte der Finanzminister.

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