08:47 22 Oktober 2018
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    Russischer Staat greift auf Markt wie unberechenbare Naturgewalt ein - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 22. September (RIA Novosti). Nicht alle Marktakteure sind von den Hilfsmaßnahmen begeistert, mit denen der Staat versucht hat, den drastischen Kurseinbrüchen auf dem russischen Effektenmarkt entgegenzuwirken, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ vom Montag.

    Der Löwenanteil der staatlichen Hilfsmittel (über 33 Milliarden Euro) geht an die Staatsbanken Sberbank, VTB Bank und Gazprombank. Alle anderen bekommen Geld nur in dem Fall, wenn die drei privilegierten Giganten ihnen Kredite gewähren.

    Einige Bankmanager, die ihre Namen nicht nennen wollten, gaben am Freitag zu, dass ihre Kreditanstalten kein Geld auf ihren Konten hätten. Wie es hieß, würden manche unter keinen Umständen Kredite erhalten, damit sie sich künftig nicht gegen geplante Übernahmen durch große Staatsbanken sträuben würden.

    Die Glückspilze, denen die Staatsbanken doch Kredite gewährten, berichteten, die Jahreszinsen hätten dabei 30 Prozent erreicht. Die als Gläubiger agierenden Staatsbanken hätten dieses Geld vom Staat zu acht Prozent Jahreszinsen bekommen.

    Während der jüngsten Börsenkrise ähnelte der Staat einer unberechenbaren Naturgewalt, schreibt die Zeitung weiter: Er hat den dramatischen Aktieneinbrüchen zu lange tatenlos zugesehen, dann aber so überraschend eingegriffen, dass viele Baissier am Freitag schwere Verluste einstecken mussten.

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