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    Russlands Energieträger und Bush-Regierung an Wirtschaftskrise schuld - US-Milliardäre

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    Die laut einem Ranking des Magazin "Forbes" reichsten Amerikaner schätzen die Gefahren der nächsten Wirtschaftskrise unterschiedlich ein, sind sich jedoch einig, dass sie globale Auswirkungen haben wird.

    NEW YORK, 22. September (RIA Novosti). Die laut einem Ranking des Magazin "Forbes" reichsten Amerikaner schätzen die Gefahren der nächsten Wirtschaftskrise unterschiedlich ein, sind sich jedoch einig, dass sie globale Auswirkungen haben wird.

    Der Milliardär Leon Charney ist der Ansicht, dass die übermäßige Abhängigkeit der Märkte von russischen Energieressourcen der größte Instabilitätsfaktor sein wird. Als Auslöser für die kommende Wirtschaftskrise nannte er die "Dominanz Russland bei den Erdöllieferungen".

    Der Einfluss Russlands auf den weltweiten Markt der Energieträger gehört nach dem Konflikt zwischen Moskau und Tiflis um Südossetien zu den Schlüsselthemen in den politischen Debatten.

    Die radikalsten Vertreter des Weißen Hauses rufen zu einer Isolation Russlands auf, obwohl die Finanzelite die Abkühlung der Beziehungen zu Moskau kritisch sieht.

    Der Milliardär Wilbur Ross hingegen sieht die Strategie Washingtons, die zum Ausüben von politischem Druck auf die Verhängung von Sanktionen und Handelseinschränkungen ausgerichtet ist, als die größte Gefahr für die amerikanische Wirtschaft. Als größtes Risiko für die USA nannte er "Handelskriege".

    Mindestens drei der reichsten Amerikaner meinen, dass die Anhäufung von Außenschulden die größte Gefahr für die US-Wirtschaft darstelle.

    Laut dem ehemaligen Gouverneur von New York, Tom Golisano, ist eine diesbezügliche Überschreitung der Summe von zehn Billionen US-Dollar kritisch.

    Den Angaben der Zeitung "New York Times" zufolge führt die Realisierung des Maßnahmenpakets der Regierung, das auf eine Stabilisierung des Finanzmarktes angesichts der gegenwärtigen Krise ausgerichtet ist, dazu, dass die Außenschulden diese Summe übersteigen werden.

    Das Stabilisierungspaket soll im Zusammenhang mit der Wall-Street-Krise vom US-Kongress angenommen werden.

    Seit Jahresbeginn sind in den USA bereits zwölf Banken bankrott gegangen, darunter die Investmentbank Lehman Brothers und die Spar- und Darlehenskasse IndyMac.

    "Das Verschwinden von Finanzinstitutionen gehört zu den größten Bedrohungen für die amerikanische Wirtschaft, die ich in meinem Leben gesehen habe", sagt der Unternehmer Michael Heisley.

    Der Milliardär Allen Stanford und Inhaber der Stanford Financial Group nannte die "schlechte globale Führung, die Gefahr eines Atom- oder biologischen Krieges, Geiz und religiöse Intoleranz" als größte Gefahrenquellen.

    Viele einflussreiche Geschäftsleute betonten, dass die Industriestaaten ihren Wohlstand vor dem Hintergrund der Armut von Millionen Menschen in den Entwicklungsländern nicht beibehalten könnten.

    Eine Reihe von Personen aus dem "Forbes"-Ranking der 400 reichsten Menschen knüpfen die wirtschaftlichen Probleme an die Administration von US-Präsident George W. Bush und befürchten, dass sie im Falle eines Sieges der Republikaner bei der Wahl im November weiterhin bestehen werden.

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