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    US-Wirtschaftskrise: Experten raten zu kritischem Denken, Standhaftigkeit und Ruhe

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    Die New Yorker Wall Street, das Machtsymbol der USA, hat in ihrer 200-jährigen Geschichte viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Empfehlungen und Ratschläge von Investmentexperten, die besonders in Krisenzeiten gefragt sind, können unter dem Motto "glaube nicht, fürchte nicht, eile nicht" zusammengefasst werden.

    NEW YORK, 22. September (RIA Novosti). Die New Yorker Wall Street, das Machtsymbol der USA, hat in ihrer 200-jährigen Geschichte viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Empfehlungen und Ratschläge von Investmentexperten, die besonders in Krisenzeiten gefragt sind, können unter dem Motto "glaube nicht, fürchte nicht, eile nicht" zusammengefasst werden.

    Die Zeitung "Wall Street Journal" rät denjenigen, die Investmententscheidungen treffen, sich nie auf die Meinung anerkannter Autoritäten oder auf Beteuerungen der Behörden zu verlassen, die oft versuchen, die Situation zu beschönigen und sie nicht realistisch darstellen.

    Es wird betont, dass am Vortag der Großen Depression die Vertreter der Wall Street und des Weißen Hauses versichert hätten, es gebe keine Gründe für eine Krise.

    "Im Jahr 1929 behaupteten sowohl der legendäre Trader Jesse Livermore wie auch John Rockefeller und der damalige Finanzminister Andrew Mellon, man müsse sich wegen des Fallens des Marktes keine Sorgen machen. Sie haben sich alle geirrt", schreibt die Zeitung.

    Der zweite Ratschlag ist, nicht in Panik zu verfallen und in erster Linie eine Vermögensinventur durchzuführen.

    Die Experten der "New York Times" geben denjenigen Entwarnung, die in Staatsobligationen und hochliquide Wertpapiere investiert haben, die durch Vermögenswerte gesichert sind, oder die einfach Geld in Bankdepots haben, die staatlich versichert sind.

    Solche Schritte schließen große Gewinne natürlich aus, helfen jedoch, die Krise ohne besondere Verluste zu überbrücken.

    Zudem wird vorgeschlagen zur "Großvatermethode" überzugehen und sein Vermögen und seine Schulden aufzulisten, um die Situation zu analysieren.

    Sollte die nervliche Belastung zu groß werden und ein Ausstieg aus der Aktienbörse geplant sein, so raten die Experten zu kleinen Schritten und nur kleine Aktienpakete zu verkaufen. Noch besser sei jedoch zu beobachten, worin bekannte Investoren in Krisenzeiten investieren, da sich dahinter künftige gewinnbringende Trends verstecken könnten.

    Das Magazin "Forbes" berichtete auf seiner Internetseite, dass eine Tochterfirma des legendären amerikanischen Investors Warren Buffett vor dem Hintergrund des Börsenkrachs an der Wall Street einen Teil des Unternehmens von Aaron Rents gekauft habe, das sich mit dem Ausbau und der Ausstattung von Liegenschaften befasse.

    US-Investoren sind der Ansicht, dass es vielleicht schon an der Zeit sei, in Liegenschaften zu investieren, die gegenwärtig einen Preissturz durchlaufen, oder einen Anteil in der preislich stabilen Erdölbranche zu kaufen.

    Auch die Energiewirtschaft scheint laut Medienumfragen eine bevorzugte Branche für die amerikanischen Großinvestoren zu sein.

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