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    Dialog der Zivilisationen: Konferenz berät über alternatives Wirtschaftssystem

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    MOSKAU, 08. Oktober (RIA Novosti). Die Finanzkrise und den Aufbau eines alternativen Wirtschaftssystems diskutiert die sechste Jahrestagung der Weltkonferenz "Dialog der Zivilisationen" vom 9. bis 13. Oktober auf der griechischen Insel Rhodos

    "Auf Rhodos werden sich rund 600 Vertreter von verschiedenen Ländern der Welt versammeln, um Diskussionen zu traditionell gewordenen Themen zu führen. Es geht um den Einfluss der Zivilgesellschaft auf die Gestaltung der Politik des eigenen Staates, den zivilisationsbezogenen Aspekt der internationalen Beziehungen sowie um die Entwicklung des Dialoges zwischen den Zivilisationen nach den Prinzipien der gegenseitigen Achtung, der Toleranz, der Kultur und der Duldsamkeit", teilte der Präsident der Konferenz, Wladimir Jakunin, mit.

    Ihm zufolge werden Probleme der globalen Wirtschaft und des Finanzsystems ein zentrales Thema des Forums sein.

    Laut Jakunin sei die Finanzkrise nicht auf das Finanzmanagement eines einzelnen Land zurückzuführen. "Das ist ein Derivat der internationalen Finanzarchitektur." Er verstehe darunter "die amerikanische Variante des Finanzmarktes", die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Tat umgesetzt worden sei, sagte der Experte. Zurzeit werde versucht, diese Variante beizubehalten, weil alle Länder, darunter auch Russland, darin "verwickelt" seien.

    "Die Finanzinstitutionen und die Finanzregeln hatten den Aufbau einer gigantischen Pyramide begünstig und alle bemühen sich nun darum, diese Pyramide zu erhalten", sagte Jakunin.

    Er merkte an, dass die russische Führung, die Golfstaaten und die asiatischen Länder bereits an eine Alternative denken. "Wir werden schon in nächster Zeit ein Finanzsystem sehen, das sich von dem gewohnten unterscheidet", sagte der Präsident der Konferenz. "Russland kann ein vollberechtigtes Mitglied dieses neuen Weltwirtschaftssystems werden", fügte er hinzu.

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