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    Renault-Chefdesigner soll neuen Ladas schöneres Image verpassen - „Gazeta.Ru“

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    MOSKAU, 08. Oktober (RIA Novosti). Der Chefdesigner von Renault, der 51-jährige Brite Anthony Grade, der 20 Jahre lang Modelle für den französischen Autobauer entwarf, wechselt zum russischen Autohersteller AvtoVAZ, um am Image der neuen Lada-Generation zu feilen, schreibt die Internetzeitung „Gazeta.Ru“ am Dienstag.

    Dieser Schritt findet laut einem Beschluss von Renault statt, der Hauptaktionär und strategischer Partner von AvtoVAZ ist.

    Grade sagte, die Möglichkeit, im russischen Werk ein neues Team junger Designer zusammenzustellen und es auf ein internationales Niveau zu führen, inspiriere ihn.

    Die ersten von ihm entworfenen Modelle würden in etwa drei Jahren in Serie gehen, sagen Experten. Ihnen zufolge stellt die Ankunft eines ausländischen Fachmannes eine Chance für das russische Unternehmen dar.

    „Schlechter als jetzt wird es bei AvtoVAZ nicht mehr“, betonte der Experte für Autodesign und Art Director des Studios Slava’Saakyan, Swjatoslaw Saakjan.

    „Die Ankunft Grades bietet die Möglichkeit, viel zu lernen. Designer seines Niveaus zeichnen selten selbst. Für gewöhnlich handelt es sich um erfahrene Leiter: Sie stellen dem Team eine Aufgabe und wissen, wie sie von ihm das erhalten, was sie brauchen“, so Saakjan.

    Unschöne und unprofessionell entworfene Modelle seien nicht auf eine schlechte Arbeit der Designer, sondern auf Fehlkalkulationen des Managements des Unternehmens zurückzuführen. „Wenn Grade nicht gestört wird, kann er den Zustand des russischen Unternehmens wesentlich verbessern“, sagte Saakjan.

    Zugleich könnte AvtoVAZ zusammen mit ausländischen Erfahrungen jedoch auch schlechte Angewohnheiten des französischen Partners übernehmen: Experten aus dem Designbüro von Renault zufolge konzentriert sich das Team auf die Entwicklung konzeptueller Modelle. Zugleich wird jenen Modellen, die in der Folge in Serie erscheinen, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    „Letztendlich erscheinen viele nicht besonders geglückte beziehungsweise professionell projizierte Autos, wie der Renault Logan, in Serie“, sagte Saakjan.

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