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    Gaddafi plant Waffengeschäfte bei Russland-Besuch - MEHR

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    Die Lieferungen neuer Luftabwehrsysteme sowie von Waffen für die Luftwaffe und die Kriegsmarine stehen im Mittelpunkt des am Freitag beginnenden Besuchs des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi in Moskau.

    MOSKAU, 31. Oktober (RIA Novosti). Die Lieferungen neuer Luftabwehrsysteme sowie von Waffen für die Luftwaffe und die Kriegsmarine stehen im Mittelpunkt des am Freitag beginnenden Besuchs des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi in Moskau.

    Das teilte Michail Dmitrijew, Chef der russischen Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit, in einem RIA-Novosti-Gespräch mit.

    "Mit Libyen arbeitet Russland seit geraumer Zeit planmäßig zusammen", sagte Dmitrijew. "Wir schenken der Modernisierung der in der Sowjetzeit gelieferten Rüstungen große Aufmerksamkeit. Libyen zeigt Interesse an neue Luftabwehrsysteme sowie für die Kampfflieger- und die Kriegsmarinetechnik."

    "Ich denke, dass während des Moskau-Besuchs diese Fragen im Bereich der militärtechnischen Zusammenarbeit erörtert werden", fügte er hinzu.

    Der Wert der von Libyen bei der UdSSR erworbenen Kampftechnik wird von Experten auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. An dieses Land wurden rund 300 Flugzeuge, 4 000 Panzer, mehrere Dutzende Fla-Raketenkomplexe, Kampfschiffe und Schusswaffen geliefert.

    Laut amtlichen Angaben sind Libyens Streitkräfte heute zu 90 Prozent mit der Kampftechnik sowjetischer Herkunft ausgerüstet. Die Luftwaffe zählt insgesamt 274 Maschinen, darunter 50 MiG-21, 130 MiG-23, 63 MiG-25, 25 Su-17/22 und sechs Su-24 sowie 35 Transportflugzeuge (zehn An-26 und 25 Il-76).

    Außerdem verfügen die Luftstreitkräfte über 63 Hubschrauber sowjetischer Bauart (30 Maschinen des Typs Mi-6, 12 des Typs Mi-14 und 21 vom Typ Mi-24). Die Maschinen sind veraltet und modernisierungsbedürftig. Das gleiche gilt für die Fla-Raketenkomplexe.

    1992 bis 2003 war ein internationales Embargo für Waffenlieferungen an Libyen in Kraft.

    Heute bietet Russland den libyschen Partnern Kampfjets vom Typ Su-30MK2 und MiG-29SMT an. Die geplanten Waffengeschäfte mit Libyen werden auf mehr als zwei Milliarden Dollar geschätzt.

    Da Libyen gegenwärtig bei Russland mit 4,6 Milliarden US-Dollar in der Kreide steht, kommt eine ähnliche Option in Frage wie bei den neuesten Waffengeschäften mit Algerien: Die Verschuldung könnte gegen die Verpflichtung Tripolis' gestrichen werden, russische Waffen zu kaufen.

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