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    Russlands Waffenexport trotz Spitzenposition in Modernisierungsnot - Russlands Presse

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    Russlands Chancen, weiterhin zu den weltgrößten Waffenexporteuren zu gehören, wird am Freitag von den Tageszeitungen "RBC Daily" und ""Kommersant" eher pessimistisch eingeschätzt.

    MOSKAU, 31. Oktober (RIA Novosti). Russlands Chancen, weiterhin zu den weltgrößten Waffenexporteuren zu gehören, wird am Freitag von den Tageszeitungen "RBC Daily" und ""Kommersant" eher pessimistisch eingeschätzt.

    In einem am Mittwoch in den USA veröffentlichten Bericht für den US-Kongress zum Thema "Lieferungen konventioneller Waffen an die Entwicklungsländer. 2000 bis 2007" wird Russland Platz zwei unter den weltgrößten Waffenexporteure - hinter den USA und vor Großbritannien - eingeräumt.

    Die von den Zeitungen befragten Experten stellen allerdings fest, dass Russland weiterhin hauptsächlich Waffen sowjetischer Bauart exportiert.

    Wie Michail Barabanow, Chefredakteur der Zeitschrift "Moscow Defense Brief", feststellte, liegt Russland an zweiter Stelle hinter den USA nur bei den Waffenlieferungen an die Entwicklungsländer, weltweit teilt aber Russland die Plätze drei und vier mit Frankreich hinter den USA und Großbritannien, weil die militärtechnische Zusammenarbeit der Briten und der Franzosen größtenteils auf gemeinsame Militärprogramme mit anderen Industrieländern entfällt.

    Ein Sprecher des staatlichen Waffenexportunternehmens Rosoboronexport stellte fest, dass der russische Militär-Industrie-Komplex seine Kapazitäten dringend ausbauen müsse, was eine zusätzliche Finanzierung erfordert. Widrigenfalls lassen sich die wachsenden Rüstungsaufträge schwer ausführen.

    Alexander Chramtschichin, Experte des Instituts für politische und militärische Analysen, verwies indes darauf, dass derzeit hauptsächlich Waffen sowjetischer Bauart exportiert werden, die hoffnungslos veraltet sind.

    Die größten Abnehmer russischer Waffen sind China und Indien, zu denen sich in letzter Zeit Venezuela gesellt hat. Exportiert werden hauptsächlich Kampfflugzeuge. Seit 1999 erhielt China 100 Jagdflugzeuge Su-30MK. Indien bekam rund 50 und Venezuela 24 davon.

    Darüber hinaus erwarb China 100 Sätze für die heimische Lizenz-Montage von Su-30MK-Maschinen. Indien bezog 50 solche Sätze. Algerien hat 28 und Malaysia 18 Maschinen dieses Typs vertraglich gebunden.

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