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    Kasachastan verschiebt Förderung auf großem Ölvorkommen

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    ASTANA, 31. Oktober (RIA Novosti). Ein Konsortium ausländischer Unternehmen mit dem italienischen Eni an der Spitze ist mit dem kasachischen Ministerium für Energie und Mineralressourcen übereingekommen, die Aufnahme der kommerziellen Ölförderung am Vorkommen Kaschagan am Kaspi-Schelf vom Jahr 2011 auf das Jahr 2013 zu verschieben.

    „Mit den neuen Abkommen werden die Wirtschaftsbedingungen für die Republik Kasachstan verbessert und der Anteil von Neft i Gas Kasachstana (Erdöl und Erdgas Kasachstans), Tochter von KasMunaiGas, auf das Niveau der Großteilhaber gehoben, wobei diesem Unternehmen eine führende Rolle bei künftigen Ölgeschäften zugewiesen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums am Freitag.

    Wie der geschäftführende Direktor von KasMunaiGas, Aman Maximow, nach Abschluss der Unterzeichnung erläuterte, wird die Förderung auf dem Vorkommen Kaschagan am 1. Dezember 2012 aufgenommen. Die Fördermenge wird 75 000 Barrel pro Tag betragen. Später soll die Ölförderung auf 370 000 Barrel und zwei bis drei Jahre nach dem Abbaubeginn auf 450 000 Barrel gesteigert werden. Laut Maximow ist geplant, neun Jahre nach dem Abbaubeginn bis zu 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag zu fördern.

    Der Termin für den Abbaubeginn an Kaschagan, einer der größten Öllagerstätten, die seit 30 Jahren weltweit erkundet wurden, war mehrmals verschoben worden. Das Konsortium hatte ursprünglich zugesagt, die kommerzielle Förderung im Jahr 2008 aufzunehmen. Der Termin wurde jedoch auf das Jahr 2011 verschoben.

    Bei der Terminänderung hat Kasachstan seinen Anteil am Projekt von acht auf 16,8 Prozent erhöht sowie die Auszahlung der Lizenzgebühren durchgesetzt. Dieser Punkt fehlte im ursprünglichen Abkommen.

    Ende Juni wurde eine weitere Absichtserklärung signiert, der zufolge die Aufnahme der industriellen Ölförderung auf dem Vorkommen Kaschagan auf das Jahr 2013 verschoben wurde.

    Sollte die industrielle Ölförderung auf dem Vorkommen über den 1. Oktober 2013 hinaus beginnen, werden die Kosten dem Konsortium vereinbarungsgemäß nicht zurückerstattet. Die kasachische Regierung und das Konsortium haben sich auch auf ein stabiles Steuerschema zum Vertrag über den Abbau des Vorkommens Kaschagan geeinigt.

    Laut einem früheren Abkommen über Product-Sharing sollen alle Investitionen des Konsortiums durch das Erdöl gedeckt werden, das in Zukunft auf dem Vorkommen gefördert wird.

    Die Großteilhaber für das Kaschagan-Projekt sind die Unternehmen Eni, Royal Dutch Shell, Exxon Mobil und Total, die je 18,5 Prozent besitzen. Dem Konsortium gehören auch ConocoPhillips mit 9,3 Prozent und das japanische Unternehmen Inpex mit 8,3 Prozent an.