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    Globale Finanzkrise: Weltbank rät Russland zu Vorsicht bei Senkung von Gewinnsteuer

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    Die Senkung der Gewinnsteuer in Russland kann für die Wirtschaft fördernd sein, jedoch müssen die Entscheidungen darüber angesichts des Rückgangs der Öl- und Gaseinnahmen vorsichtig getroffen werden, mahnte der Chefexperte der Weltbank für Russland, Zeljko Bogetic, am Freitag in einem RIA-Novosti-Interview.

    MOSKAU, 21. November (RIA Novosti). Die Senkung der Gewinnsteuer in Russland kann für die Wirtschaft fördernd sein, jedoch müssen die Entscheidungen darüber angesichts des Rückgangs der Öl- und Gaseinnahmen vorsichtig getroffen werden, mahnte der Chefexperte der Weltbank für Russland, Zeljko Bogetic, am Freitag in einem RIA-Novosti-Interview.

    Ihm zufolge sind komplexe Maßnahmen mit Hilfe des Haushalts für eine schnellere Wiederaufnahme eines dynamischen Wirtschaftswachstums notwendig.

    "Ein solches Paket könnte die Senkung der Steuerbelastung, die Erhöhung der staatlichen Investitionen in Infrastrukturprojekte und Maßnahmen zur sozialen Unterstützung der Bevölkerung beinhalten", sagte Bogetic.

    Am Vortag hatte die russische Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen, ab dem 1. Januar 2009 die Gewinnsteuersätze von 24 auf 20 Prozent zu verringern und die Amortisationsprämie von zehn Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen.

    Nach Einschätzung der russischen Regierung werden die Unternehmer im Ergebnis der Steuergesetznovellen über 550 Milliarden Rubel (1 Euro = 34,5 Rubeln) oder mehr als ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts einsparen.

    Der Experte hält es jedoch für falsch, in der heutigen Situation die Mehrwertsteuer herabzusetzen. "Die Mehrwertsteuersenkung verbessert an und für sich nicht die Wirtschaftssituation und das Investitionsklima. Es gibt viele andere Faktoren", sagte er.