23:04 21 September 2017
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    Magna expandiert in Russland trotz Krise - Russlands Presse

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    MOSKAU, 01. Dezember (RIA Novosti). Der kanadische Hersteller von Autoteilen Magna plant zwei weitere Produktionsstätten in Russland - in Sankt Petersburg und in Kaluga, schreiben russische Zeitungen am Montag.

    Das Unternehmen hat auf dem Gelände der Ischora-Werke für drei Jahre 12 000 Quadratmeter an Räumlichkeiten gepachtet, bis sie in Schuschary ihr eigenes Werk gebaut hat.

    Die Investitionen in die erste Baufolge werden in Höhe von ca. 60 Millionen erwartet. Zu Beginn des nächsten Jahres will Magna Ford und andere Autokonzerne in Sankt Petersburg beliefern. Laut Schätzungen von Analysten hat Magna 1,2 bis 1,6 Millionen Euro im Jahr an Pachtgeldern zu zahlen. Die Experten betrachten diese Ausgaben für das Unternehmen als gerechtfertigt, weil es ihm darauf ankomme, einen Startplatz zu haben, bis es die Hauptproduktion in Angriff nimmt.

    Sergej Bodrunow, Präsident des St.-Petersburger Verbandes der Hersteller von Autoteilen, vertritt die Auffassung, dass Magna sich beeile, auf den Markt zu kommen, um die Nische noch vor anderen Wettbewerbsteilnehmern zu besetzen.

    Außerdem plane Magna, demnächst ein Abkommen über den Bau eines Betriebs für Plastikteile im Gebiet Kaluga zu unterzeichnen, erzählte ein Beamter von der Gebietsregierung. Das Projekt werde sich auf mehrere Dutzend Millionen Euro beziffern und der Betrieb werde ab 2009 Zulieferteile für die dortigen Volkswagen-Werke herstellen. VW-Sprecher Andrej Gordassewitsch hat die Vereinbarungen mit Magna bestätigt.

    Der russische Automarkt werde auch weiter zu den größten in der Welt gehören. Selbst nach dem Ergebnis dieses Jahres werde das Wachstum hier etwa 15 bis 20 Prozent ausmachen, während die Autoverkäufe in Europa und Amerika um 15 Prozent zurückgehen würden, schätzt Jewgeni Bogdanow, Direktor des Moskauer Büros von A. T. Kearney, ein.

    Magna selbst hat vor kurzem bekannt gegeben, das Unternehmen erwarte ab 2008 einen Rückgang der Produktion in Nordamerika von 15,1 Millionen Fahrzeugen (2007) auf 12,8 Millionen und in Europa von 15,8 Millionen auf 14,9 Millionen. Deshalb sei es für Produzenten wie Magna notwendig, so Bogdanow, in einem Land Fuß zu fassen, in dem die Autoverkäufe schon 2010 wieder steigen könnten.

    Quellen: "RBC Daily", "Wedomosti" vom 01.12.08.