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    Gastransit durch die Ukraine auf den Balkan und in die Türkei eingestellt - MEHR

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    Neuer Gasstreit Russland - Ukraine (207)
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    Die Ukraine hat den Transit des russischen Erdgases nach Bulgarien, Griechenland und Mazedonien sowie an die Türkei völlig eingestellt.

    MOSKAU, 06. Januar (RIA Novosti). Die Ukraine hat den Transit des russischen Erdgases nach Bulgarien, Griechenland und Mazedonien sowie an die Türkei völlig eingestellt.

    Die Lieferungen seien um 02.30 Uhr MEZ gestoppt worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das bulgarische Wirtschafts- und Energieministerium am Dienstag. Auch in Österreich kommen nur noch zehn Prozent der üblichen Menge des russischen Erdgases an, wie der Energiekonzern OMV mitteilte.

    Der russische Gaslieferant Gazprom hatte am 1. Januar der Ukraine den Gashahn zugedreht, weil Kiew die Gasschulden für 2008 nicht beglichen und eine Preiserhöhung für 2009 abgelehnt hatte. Seine europäischen Kunden, die russisches Gas im Transit durch die Ukraine beziehen, belieferte Gazprom weiter im vollen Umfang.

    Auch die Ukraine behauptete zunächst, den Gastransit ohne Einschränkung zu gewährleisten. Doch in Polen, Rumänien und Bulgarien kam weniger russisches Gas an als vertraglich zugesichert. Gazprom warf der Ukraine vor, das Transitgas unbefugt für sich abzuzweigen.

    Am Montag hatte Gazprom mitgeteilt, dass die Ukraine seit dem 1. Januar 110 Millionen Kubikmeter Gas aus dem Transitrohr gestohlen habe. Gazprom-Chef Alexej Miller teilte mit, dass die Ukraine, durch die rund 80 Prozent des russischen Gases nach Europa fließen, „von Tag zu Tag immer mehr Gas stehlt". Deshalb wolle Gazprom die Lieferungen Richtung Ukraine um die Menge kürzen, die vom Nachbarstaat jeweils täglich unbefugt abgezweigt wird.

    Miller forderte den ukrainischen Energieversorger Naftogas auf, die ausfallende Menge aus eigenen Reserven auszugleichen.

    Am Dienstag meldete Naftogas, dass Gazprom die Gaslieferungen um zwei Drittel gedrosselt habe, und warnte vor Engpässen in Europa.

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