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    Gazprom und Eni forcieren South-Stream-Projekt wegen Gaskrise

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    MOSKAU, 16. Januar (RIA Novosti). Gazprom-Chef Alexej Miller und der Chef des italienischen Energieversorgers Eni, Paolo Scaroni, wollen angesichts der Krise um den russischen Gastransit durch die Ukraine das Pipeline-Projekt South Stream voran treiben.

    "Der Chef der russischen Gasholding informierte Scaroni über die entstandene kritische Situation in den gegenseitigen Beziehungen mit der Ukraine und über die Schritte von Gazprom zur Überwindung der Krise", heißt es in einer Mitteilung des russischen Gaskonzerns nach einem Treffen von Miller und Scaroni am Donnerstag in der Gazprom-Zentrale in Moskau.

    Gazprom hatte am 13. Januar versucht, die Gaslieferungen wieder aufzunehmen, doch die Ukraine blockierte den Transport des Rohstoffs nach Europa.

    Der ukrainische Energieversorger Naftogas lehnte über einen Zeitraum von drei Tagen den Transit des Gases ab. "Die Seiten betonten, dass die Diversifizierung der Exportgaslieferungen unter diesen Bedingungen, insbesondere die Umsetzung des Projekts South Stream, an besonderer Aktualität gewinnt. Dieses Projekt wird es ermöglichen, Russland und Europa direkt zu verbinden und die Energiesicherheit des Kontinents zu festigen. Gazprom und Eni einigten sich darauf, eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des South-Stream-Projekts einzurichten", heißt es in der Mitteilung.

    Bei South Stream handelt es sich um eine Pipeline, die durch das Schwarze Meer Russland und Europa verbinden soll. Die Gesamtlänge des Meeresabschnittes der Gasleitung wird etwa 900 Kilometer, die maximale Tiefe über 2000 Meter und eine Leistung von etwa 31 Milliarden Kubikmeter bei Erreichen des Festlandes ausmachen.

    Italien ist der zweitgrößte Importeur von russischem Gas in Europa. 2007 lieferte Gazprom ungefähr 21,96 Milliarden Kubikmeter Gas.

    Die beiden Konzerne hatten am 23. Juni 2007 eine Absichtserklärung über Kooperation bei der Realisierung des South-Stream-Projekts unterzeichnet.

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