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    Gazprom: Gaskrise mit Ukraine war vermeidbar

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    Neuer Gasstreit Russland - Ukraine (207)
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    Die Krise um den Transit russischen Gases durch die Ukraine nach Europa hätte dem Vizevorsitzenden des Gasriesen Gazprom, Alexander Medwedew, zufolge vermieden werden können.

    MOSKAU, 24. Januar (RIA Novosti). Die Krise um den Transit russischen Gases durch die Ukraine nach Europa hätte dem Vizevorsitzenden des Gasriesen Gazprom, Alexander Medwedew, zufolge vermieden werden können.

    „Am 31. Dezember war alles zur Unterzeichnung vorbereitet und diese furchtbare Geschichte hätte leicht vermieden werden können“, sagte Medwedew in einem Interview, das am Samstagabend vom Fernsehsender „Rossija“ ausgestrahlt wird.

    Am Abend des 31. Dezember 2008 waren die Verhandlungen zwischen dem russischen Konzern Gazprom und dem ukrainischen Staatsunternehmen Naftogas Ukrainy trotz eines günstigen Angebots durch Gazprom ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Der ukrainische Chefunterhändler, Naftogaz-Chef Oleg Dubina, war vom ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko abberufen worden.

    Die Ukraine stellte Anfang Januar den Transit des russischen Gases nach Europa ein. Der Gaskonflikt konnte erst am 19. Januar in Moskau bereinigt werden, als Gasverträge zwischen Russland und der Ukraine im Beisein der Regierungschefs Wladimir Putin und Julia Timoschenko signiert wurden. Am nächsten Tag wurde der Gastransit durch die Ukraine nach Europa wieder aufgenommen.

    Staatschef Juschtschenko, der als politischer Rivale von Timoschenko gilt, übte heftige Kritik am Gasabkommen.

    „Selbstverständlich ruft dies nicht nur Enttäuschung, sondern auch große Besorgnis hervor“, denn es sei eine mühselige und aufreibende Arbeit geleistet worden, an der Dutzende Menschen teilgenommen hätten, darunter auch Fachleute, die die Betriebsfähigkeit des Systems aufrechterhalten hatten, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Gazprom.

    „Jetzt wird erneut - völlig unbegründet und rücksichtslos und in einer zynischen Form - versucht, nicht nur die erzielten Vereinbarungen in Zweifel zu ziehen, sondern auch die Menschen aller möglichen Sünden zu beschuldigen, die die Verantwortung auf sich genommen und die Entscheidung getroffen hatten, welche die Gaszufuhr nach Europa ermöglichte“, sagte Medwedew.

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