10:38 21 Oktober 2017
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    China weist US-Vorwürfe über Devisenmanipulationen zurück

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    PEKING, 24. Januar (RIA Novosti). Chinas Zentralbank (Volksbank) hat die Vorwürfe des von Barack Obama nominierten Timothy Geithner als neuen Finanzminister, China manipuliere den Währungskurs, entschieden zurückgewiesen und den USA mehr Selbstkritik empfohlen.

    Dies meldet am Freitag die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mit Verweis auf den Vizechef der chinesischen Zentralbank, Sun Ning.

    Am Donnerstag beantwortete Geithner schriftlich Fragen des Bankenausschusses des US-Senats. Dabei äußerte er seine Zuversicht, die "auf Schlussfolgerungen eines breiten Kreises von Wirtschaftsexperten stützt", dass China als zweitgrößter Handelspartner der USA den Währungskurs manipuliere.

    "Diese Bemerkungen entsprechen nicht der Wirklichkeit. Mehr noch, sie können bei der Analyse der Ursachen der Finanzkrise nur täuschen", reagierte Sun Ning auf die Beschuldigung.

    "Wir sind der Meinung, dass vor dem Hintergrund der Finanzkrise mehr Selbstkritik angebracht ist, was bei Suche nach Lösungen und Wegen der Überwindung der Krise helfen kann", sagte stellvertretende Chef der chinesischen Zentralbank.

    Mann sollte auch auf alle Vorwände verzichten, um den Protektionismus im Handel wieder herzustellen und zu fördern, denn dies könnte die Überwindung der Krise behindern und der stabilen Entwicklung der Weltwirtschaft nicht helfen, so die Empfehlung des chinesischen Bankiers.

    Den Vorwurf, China drücke künstlich den Yan-Kurs gegenüber dem Dollar, um das Exportgeschäft anzukurbeln, hatte auch bereits die vorherige US-Administration von George W. Bush gemacht. Jedoch auf den Begriff "Devisenmanipulationen" wurden in den vergangenen Jahren im Dialog von ranghohen Vertretern beider Staaten nahezu verzichtet.

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