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    Wirtschaftlicher Rückgang in Russland kann noch zwei bis vier Monate andauern

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    In Russland sind alle Anzeichen eines beginnenden wirtschaftlichen Rückgangs zu beobachten, der zwei bis vier Monate andauern kann.

    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). In Russland sind alle Anzeichen eines beginnenden wirtschaftlichen Rückgangs zu beobachten, der zwei bis vier Monate andauern kann.

    Diese Meinung äußerte Anton Danilow-Daniljan, Vorsitzender des Ausschusses für Investitionen in der Industrie- und Handelskammer, der einst die Wirtschaftsverwaltung im Präsidentenstab geleitet hatte.

    "Die Rezession beginnt dann, wenn der Rückgang zwei Quartale in Folge anhält. Wir haben ein Quartal durchlaufen. Deshalb kann ich nicht überzeugt sagen, dass die Rezession schon begonnen hat. Aber alle Anzeichen liegen vor", sagte er im Sender "Echo Moskwy".

    Er verwies auch auf solche Rezessionssymptome wie Rückgang der Nachfrage und der Produktion, Kürzung des Zuganges zu Kreditmitteln und Einfrierung von Investitionsprogrammen durch Unternehmen.

    "Die Investitionen wurden praktisch eingefroren. Das bedeutet, dass sich Russland, vor allem die Industrie, nicht in der besten Lage befindet. Zumindest wird sich unser Land zwei bis vier Monate in dieser Lage befinden. Das Wachstumstempo des Bruttoinlandsprodukts beträgt 0 bis minus zwei Prozent im negativsten Szenario", sagte der Experte.

    Ihm zufolge wird auch die Inflation in Russland zweistellig bleiben.

    Danilow-Daniljan rechnet damit, dass eine Belebung der Wirtschaft in Russland 2010 mit der Überwindung der Rezession durch die USA und durch den Euroraum beginnen wird.

    "2010 kann eine Wende eintreten. Russland hängt stark von der Weltnachfrage ab. Deshalb schrumpft unsere Wirtschaft heute, wo die Nachfrage zurückgeht", erläuterte er.

    Das russische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung erwartet in seiner jüngsten Prognose, der der Preis für russisches Erdöl im Jahresdurchschnitt in Höhe von 41 US-Dollar pro Barrel zugrunde liegt, für 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Dabei kann der Produktionsrückgang 5,7 Prozent betragen.

    Auch eine Kürzung der Investitionen und eine Reduzierung von Export und Import werden erwartet.

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