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    EU-Kommission lässt Investitionen in South-Stream-Projekt zu

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    Die EU-Kommission will nach Angaben ihres Sprechers Ferran Tarradellas Espuny den Unionsstaaten keine Steine in den Weg legen, wenn sie in das russische Projekt zum Bau der South-Stream-Pipeline investieren wollen.

    BRÜSSEL, 29. Januar (RIA Novosti). Die EU-Kommission will nach Angaben ihres Sprechers Ferran Tarradellas Espuny den Unionsstaaten keine Steine in den Weg legen, wenn sie in das russische Projekt zum Bau der South-Stream-Pipeline investieren wollen.

    „Wenn jemand Geld in South Stream stecken will, ist das seine Sache, wir werden niemanden daran hindern“, sagte der Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel.

    Brüssel habe laut Espuny „keine Einsprüche gegen das Projekt South Stream, unterstützt es aber auch nicht“.

    Der Sprecher bestätigte, dass die Europäische Kommission das Nord-Stream-Projekt (Ostseepipeline) weiterhin bevorzugt und dabei die Einhaltung der Richtlinien des Umweltschutzes fordert.

    Laut europäischen Medienberichten hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in einem Schreiben an den EU-Kommissionschef José Manuel Barroso gemahnt, die geplanten Gaspipelines Nabucco, Nord Stream und South Stream zu unterstützen. Beobachter führen diesen Schritt als Schlussfolgerung aus der Gaskrise zwischen der Ukraine und Russland zurück.

    Die russischen Gaslieferungen nach Europa waren in der Nacht zum 7. Januar eingestellt worden, als der Energieriese Gazprom die Gaslieferungen in die Ukraine wegen des fehlenden Vertrags für das Jahr 2009 gestoppt, doch gleichzeitig weiterhin das Transitgas für Europa an den ukrainischen Versorger Naftogas Ukrainy geliefert hatte. Doch das russische Transitgas gelangte nicht nach Europa. Moskau beschuldigte daraufhin Kiew, das Gas aus den Pipelines illegal abgezwackt zu haben. Die Gaslieferungen nach Europa wurden nach dem 20. Januar wieder aufgenommen, als die Regierungschefs Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Julia Timoschenko, eine Einigung erzielen konnten. In ihrem Beisein wurden entsprechende Verträge zwischen Gazprom und Naftogas unterzeichnet.

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