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    Christenko bewertet Situation in russischer Industrie als Krise der Nachfrage

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    MOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti). Russlands Industrie- und Handelsminister Viktor Christenko bewertet die Situation in der Industrie des Landes als Krise der Nachfrage.

    Ihm zufolge wirkte sich das auf den Binnenmarkt stärker als auf den Auslandsmarkt aus.

    Der Minister betonte in der Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) am Freitag im Rahmen der Regierungsstunde, dass Probleme bei den globalen Finanzen sowie die Liquiditäts- und Vertrauenskrise zu einer Reduzierung der Nachfrage auf den Auslandsmärkten geführt hatten.

    Nach seinen Worten ging dieser Rückgang mit einer drastischen Preissenkung für eine Reihe von Schlüsselpositionen des russischen Exports einher. Besonders stark wurde das Hüttenwesen betroffen.

    Im Ergebnis der entstandenen Situation "führte die Finanzkrise, die in die Wirtschaftskrise hinüberwuchs, zur Reduzierung der Liquidität im Inland und zu einem ernsthaften Rückgang des Binnenmarktes". "Dabei erwies sich dieser Rückgang sogar größer als die sinkende Nachfrage auf dem Auslandsmarkt", sagte Christenko.

    Seiner Meinung nach lässt sich die gegenwärtige Situation in der russischen Industrie als Krise der Nachfrage bezeichnen.

    Er präzisierte, dass die Steigerung der Industrieproduktion im vorigen Jahr 2,1 Prozent gegenüber 6,3 Prozent im Jahr 2007 und in den verarbeitenden Branchen 3,2 Prozent (2007 - 9,3 Prozent) betrug.

    Dabei belief sich der Index der Industrieproduktion im Dezember 2008 auf 89,7 Prozent zum Dezember 2007 und auf 103, 8 Prozent zum November 2007. In den verarbeitenden Branchen lagen diese Kennziffern entsprechend bei 86,9 Prozent und 101,6 Prozent.

    "Seit dem August betrug der Produktionsrückgang im verarbeitenden Sektor insgesamt etwa 12 Prozent", schlussfolgerte der Minister.

    Er hob hervor, dass es laut statistischen Angaben einer Reihe von Wirtschaftszweigen gelang, im Dezember die Tendenz zur totalen Produktionsreduzierung zu stoppen oder sogar die Produktion wieder anzukurbeln.

    "Nach unserer Schätzung ist es jedoch verfrüht, diese Angaben für den Beginn der Stabilisierung der Situation zu halten", resümierte Christenko.

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