16:44 19 Januar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russland bietet Kirgisien massive Finanzhilfe und Vorzugskredit an

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 03. Februar (RIA Novosti). Die Präsidenten Russlands und Kirgisiens, Dmitri Medwedew und Kurmanbek Bakijew, können in den Verhandlungen in Moskau am 3. Februar einen Schlussstrich unter die Verschuldung Bischkeks ziehen und Bedingungen für neue Kredite und Investitionen besprechen.

    Wie Sergej Prichodko, Berater des russischen Präsidenten für Außenpolitik, im Vorfeld des Treffens gegenüber Journalisten erklärte, sei es geplant, die schon seit einigen Jahren geführten Verhandlungen über die Regelung der Verschuldung Kirgisiens gegenüber Russland abzuschließen.

    Dafür sei eine Reihe von Dokumenten zur Unterzeichung im Zuge des Staatsbesuches vorbereitet worden. "Sie sehen unter anderem die Übernahme einer Reihe von Immobilien und Unternehmen durch Russland vor, die zur teilweisen Tilgung der Verschuldung mit herangezogen werden", sagte Prichodko.

    Diese Variante der Verschuldungsregelung scheine der russischen Seite optimal und annehmbar. Sie sei für Russland ein politischer Gewinn und stärke auch die Positionen Kirgisiens, sagte der Kreml-Berater.

    Vorige Woche besprach der russische Vizepremier Igor Setschin im Zuge seines Bischkek-Besuches mit dem Präsidenten der Republik, Kurmanbek Bakijew, die Bedingungen für die Abschreibung der Auslandsschulden Kirgisiens in einem Umfang von 180 Millionen US-Dollar.

    Als Gegenleistung rechnet die russische Regierung damit, 48 Prozent der Aktien des Betriebes "Dastan", ehemals "Fispribory", das zur Verteidigungsindustrie der Sowjetunion gehörte, zu bekommen.

    Wie Prichodko berichtete, werden Medwedew und Bakijew in den Verhandlungen im Kreml auch den Stand der Erfüllung der Vereinbarungen über die Vertiefung der Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft im Rahmen der weiteren Entwicklung der strategischen Partnerschaft Russlands und Kirgisiens besprechen.

    Die russische Regierung hatte zuvor mitgeteilt, dass sie der kirgisischen Seite Hilfsgeld in Höhe von 150 Millionen US-Dollar ohne Rückvergütung bereitstellen werde. Außerdem seien 300 Millionen US-Dollar als Vorzugskredit gegen 0,75 Prozent Jahreszins für 40 Jahre Laufzeit mit einem siebenjährigen Zahlungsaufschub vorgesehen.

    Es ist zudem geplant, weitere 1,7 Milliarden US-Dollar als direkte Investitionen für den Bau von Energieobjekten in Kirgisien bereitzustellen.

    Am Mittwoch, dem 4. Februar, wird Präsident Bakijew an einer Tagung des Rates für kollektive Sicherheit der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) und an einer außerordentlichen Sitzung des zwischenstaatlichen Rates der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) auf der Ebene der Staatschefs teilnehmen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren