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    Russischer EU-Botschafter spricht Nabucco wirtschaftlichen Sinn ab

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    Der russische EU-Botschafter Wladimir Tschizhow hat die geplante Nabucco-Pipeline unter Umgehung Russlands als wirtschaftlich sinnlos bezeichnet. Auch einige EU-Experten sehen offenbar schwarz für das Projekt.

    BRÜSSEL, 03. Februar (RIA Novosti). Der russische EU-Botschafter Wladimir Tschizhow hat die geplante Nabucco-Pipeline unter Umgehung Russlands als wirtschaftlich sinnlos bezeichnet. Auch einige EU-Experten sehen offenbar schwarz für das Projekt.

    „Das Hauptproblem der Nabucco-Pipeline besteht darin, dass sie nicht genug Gas hat, um wirtschaftlich stichhaltig zu sein“, sagte Tschizhow am Dienstagabend vor Journalisten in Brüssel.

    Der einzige Weg, das Projekt rentabel zu gestalten, sei der Anschluss an iranische Gasvorkommen. Die Regierung in Teheran habe ihre Beteiligung jedoch abgelehnt, betonte Tschizhow.

    Wie aus diplomatischen Kreisen in Brüssel unterdessen verlautete, prüfen die Europäer angesichts dieser Schwierigkeiten sogar Russlands Einstieg in das Projekt. Einen entsprechenden Vorschlag hätten Experten des EU-Parlaments in ihrem jüngsten Bericht zum Thema Energiepolitik formuliert, sagte ein EU-Diplomat am Dienstag zu RIA Novosti. Die Autoren des Berichtes bezweifeln die Fähigkeit der Kaspi-Länder, die Nabucco-Pipeline mit Gas zu füllen, hieß es.

    Das geplante Nabucco-Projekt zielt darauf ab, zentralasiatisches und kaspisches Erdgas durch Aserbaidschan, Georgien, die Türkei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Österreich nach Westeuropa zu transportieren. Das soll Europas Abhängigkeit von den russischen Lieferungen reduzieren.

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